Update:

Der Anlauf der Impfungen gegen das Coronavirus birgt die gro√üe Hoffnung, dass sich 2021 in Bezug auf die Pandemie endlich ein Licht am Ende des Tunnels zeigt. Die Redaktion von Vergleich.org hat eine praktische Infografik erstellt, die die einzelnen Impfgruppen auf einen Blick darstellt.

  • Gruppe 1 (H√∂chste Priorit√§t): Als Erstes sollen √úber-80-J√§hrige geimpft werden, au√üerdem √§ltere und pflegebed√ľrftige Menschen in Heimen und deren Pfleger*innen sowie Besch√§ftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko und solche, die Menschen mit hohem Expositionsrisiko betreuen.
  • Gruppe 2 (Hohe Priorit√§t): Die zweite Gruppe bilden u.A. Menschen √ľber 70, Menschen mit geistiger Behinderung oder nach einer Organtransplantationen und deren jeweilige enge Kontaktpersonen sowie Kontaktpersonen von Schwangeren und √Ąrzte.
  • Gruppe 3 (Erh√∂hte Priorit√§t): In diese Gruppe fallen u.A. die √úber-60-J√§hrigen, Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzerkrankungen, medizinische Besch√§ftigte mit geringem Infektionsrisiko, Erzieher und Lehrer sowie Personen mit prek√§ren Arbeits- und Lebensbedingungen.
  • ‚ÄúGruppe 4‚ÄĚ (Normale Priorit√§t): Keine offizielle Gruppe laut Bundesregierung, doch hier fallen alle gesunden Menschen unter 60 Jahren hinein, die in keiner der anderen Gruppen unterkommen.

Berlin ‚Äď Seit Anfang Januar l√§uft die Corona-Impfung. Laut Bundesregierung sollen 11 bis 13 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021 verimpft werden. Doch wer genau ist wann dran? Die Vergleich.org-Redaktion zeigt in einer Infografik, wie die Gruppen zusammengesetzt sind.

Impfgruppe 1: Höchste Priorität

In der ersten Impfgruppe befinden sich die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Über-80-Jährigen, Pflegepersonen in stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten, medizinische Beschäftigte mit hohem Expositionsrisiko sowie medizinische Beschäftigte, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln oder betreuen.

Hier die zu Impfgruppe 1 gehörenden Bevölkerungsgruppen im Wortlaut der Bundesregierung

  • √úber 80-J√§hrige
  • Personen, die in station√§ren Einrichtungen f√ľr √§ltere oder pflegebed√ľrftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden
  • Personen, die in station√§ren Einrichtungen f√ľr √§ltere oder pflegebed√ľrftige Menschen t√§tig sind
  • Pflegekr√§fte in ambulanten Pflegediensten
  • Besch√§ftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten T√§tigkeiten
  • Besch√§ftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. H√§mato-Onkologie und Transplantationsmedizin)

Impfgruppe 2: Hohe Priorität

In der zweiten Gruppe sind √úber-70-J√§hrige, Menschen mit einer geistigen Behinderung bzw. Demenz oder nach einer Organtransplantation sowie deren enge Kontaktpersonen oder Pfleger in station√§ren oder ambulanten Einrichtungen. Au√üerdem geh√∂ren Kontaktpersonen von Schwangeren dazu sowie medizinisches Personal mit hohem oder erh√∂hten Infektionsrisiko, also z.B. √Ąrzte und weiteres Personal mit regelm√§√üigem Patientenkontakt.

Dar√ľber hinaus umfasst die Gruppe Polizei- und Ordnungskr√§fte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind (bspw. bei Demonstrationen), Mitarbeiter im √∂ffentlichen Gesundheitsdienst oder der Krankenhausinfrastruktur sowie Menschen, die in Fl√ľchtlings- oder Obdachloseneinrichtungen leben oder t√§tig sind.

Hier die zu Impfgruppe 2 gehörenden Bevölkerungsgruppen im Wortlaut der Bundesregierung

  • √úber 70-J√§hrige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von solchen pflegebed√ľrftigen Personen, die √ľber 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in station√§ren Einrichtungen f√ľr geistig behinderte Menschen t√§tig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelm√§√üig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erh√∂hten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 t√§tig sind, insbesondere √Ąrzte und sonstiges Personal mit regelm√§√üigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskr√§fte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im √∂ffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Fl√ľchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder t√§tig sind

Impfgruppe 3: Erhöhte Priorität

Zu dieser Gruppe gehören alle Personen, deren Infektionsrisiko als leicht erhöht im Gegensatz zur Normalbevölkerung eingeschätzt wird, darunter alle Über-60-Jährigen, Personen mit Vorerkrankungen wie z.B. Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes oder Asthma und medizinische Beschäftigte in Bereichen mit wenig Expositionsrisiko (z.B. in Laboren).

Hinzu kommen noch Beschäftigte im Regierungsbereich und weiteren Einrichtungen des Bundes wie der Polizei oder THW, Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie bspw. Apotheken, Lehrer und Erzieher sowie Menschen in prekären Lebenssituationen.

Hier die zu Impfgruppe 3 gehörenden Bevölkerungsgruppen im Wortlaut der Bundesregierung

    • √úber 60-J√§hrige
    • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
    • Besch√§ftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
    • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkr√§ften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
    • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, √∂ffentliche Versorgung und Entsorgung, Ern√§hrungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
    • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prek√§ren Arbeits- oder LebensbedingungenEine Gruppe 4 gibt es zwar nicht offiziell, doch fallen hierunter letztlich alle gesunden Unter-60-J√§hrigen, denen keine besondere Priorit√§t bei der Verteilung des Impfstoffs zukommt. Diese Bev√∂lkerungsgruppe muss sich am l√§ngsten gedulden.

Das Impfzentrum befindet sich auf dem Gel√§nde des Gundolph-Parks am Reimerdeskamp in Hameln. Es wird im Auftrag und nach den Vorgaben des Landes Niedersachsen betrieben, das auch f√ľr die Terminvergabe zust√§ndig ist. 

Die Landesregierung will ab der 3. Kalenderwoche alle √ľber 80-j√§hrigen, von denen sie die Adressen hat, anschreiben und √ľber das Impf-Angebot aufkl√§ren. Sollte kurzfristig kein Termin vereinbart werden, weil nicht gen√ľgend Impfstoff-Nachschub vorhanden ist, k√∂nnen sich die Anrufer auf eine Warteliste setzen lassen ‚Äď sie sollen dann angerufen werden, sobald mit ihnen ein Termin vereinbart werden kann. 

Die Registrierung um den Impfstoff zu erhalten.
Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Zun√§chst werden die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen durchgef√ľhrt, hierf√ľr werden im Landkreis drei mobile Teams eingesetzt. Voraussichtlich am 1. Februar 2021 starten dann die Impfungen in den Impfzentren.

Weitere Informationen:
-> Mehr zum Impfzentrum Hameln-Pyrmont

-> Mehr zum Impfstart im Landkreis Hameln-Pyrmont

Impf-Hotline des Landes Niedersachsen 

Die Hotline des Landes Niedersachsen ist f√ľr allgemeine Fragen zum Impfen montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 0800 9988665 erreichbar. Ab dem 28. Januar 2021 k√∂nnen √ľber die Hotline auch Termine f√ľr die Impfung im Impfzentrum vereinbart werden. 

-> Hinweise des Landes Niedersachsen

Das Impfzentrum ist einsatzbereit.
Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont
Informationen zur COVID-19 Impfung sind unter folgenden Links zu finden

-> Land Niedersachsen РAntworten auf häufig gestellte Fragen

-> Zusammen gegen Corona – Informationen zum Impfen

-> RKI – Impfungen A – Z