F├╝r den Schutz in Zeiten der Corona-Pandemie empfehlen Virologen, Mund und Nase abzudecken. Doch kommen im Netz Stimmen auf, die vor gesundheitlichen Folgen warnen. Zum Beispiel wird behauptet: Weil die Luft beim Ausatmen nicht entweichen k├Ânne, steige der Anteil von Kohlendioxid (CO2) im Blut. Besonders f├╝r kleine Kinder sei das gef├Ąhrlich

(http://dpaq.de/IyGpJ).

BEWERTUNG: Das ist falsch. Mediziner geben komplett Entwarnung.

FAKTEN: Eine Maske soll dazu dienen, Tr├Âpfchen abzufangen, die beim Sprechen, Lachen, Husten oder Niesen ausgesto├čen werden – und so den Erreger Sars-CoV-2 weitertragen k├Ânnen. Je dichter der Stoff, umso effektiver die Ma├čnahme. Es wird empfohlen (http://dpaq.de/IsyZ8), den Mundschutz m├Âglichst eng anzulegen und dabei auch die Nase abzudecken. Bei selbstgemachten Masken wird durch den Stoff geatmet, Luft dringt aber auch von den Seiten her ├╝ber die Wangen ein. Manche werden bemerken, dass etwa die Brille beschl├Ągt.

Auch kleine Kinder k├Ânnen einen Mundschutz tragen. “Das ist gar kein Problem”, sagt der Berliner Mediziner und Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugend├Ąrzte, Jakob Maske, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. “Das CO2 ist ein Gas und bleibt im Stoff nicht h├Ąngen.”

Erwachsene atmeten mit einem Zug im Schnitt einen Liter Luft ein. “Das geringere Lungenvolumen bei Kindern ist nicht so gering, als dass die Atemluft Platz zwischen Gesicht und Mundschutz h├Ątte”, so Maske. “Da besteht auch f├╝r kleinste Kinder keinerlei Gefahr.” Mit jedem Atemzug komme wieder ausreichend frische, sauerstoffreiche Luft in die Lungen.

Auch der Kinder- und Jugendarzt Michael Achenbach aus Nordrhein-Westfalen erkl├Ąrt im Interview der “Bild”-Zeitung (http://dpaq.de/vIInI): Die Gefahr eines CO2-Staus unter der Maske k├Ânne ausgeschlossen werden. “Schlie├člich ist es Stoff und kein luftundurchl├Ąssiges Plastik.”

Von komplett geschlossenen Masken wie etwa Staubschutzmasken aus dem Baumarkt raten beide Ärzte ab.

Vor allem sollten Eltern ihre Kinder ermahnen, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Nach Ansicht von Ulrich Fegeler, Mitglied des BVKJ-Expertengremiums, wird das aber umso schwieriger, je kleiner der Nachwuchs ist. “Unter zwei Jahren kann ein Kind kaum einen Gesichtsschutz tragen”, so der Kinder- und Jugendarzt (http://dpaq.de/8fdJy). Das ist aber eben eine praktische Frage, keine medizinische.