Google lässt im Chrome-Browser ab 2022 keine Third-Party-Cookies mehr zu. Auf dem Werbemarkt wird dieser Schritt teilweise kritisch gesehen.

“Jetzt bewahrheitet sich, wovor kleinere digitale Unternehmen seit Jahren gewarnt haben: Dass Google aufgrund seiner Marktmacht nicht mehr auf Cookies angewiesen ist”, hei√üt es in einer Stellungnahme des BDZV.

Tats√§chlich macht Suchmaschinenwerbung in Deutschland laut Statista Advertising & Media Outlook etwa die H√§lfte des digitalen Werbeumsatzes aus. Und da Google den hiesigen Markt dominiert, landen diese Einnahmen √ľberwiegend auf den Konten des US-Unternehmens. 

Die Grafik zeigt die geschätzten digitalen Werbeausgaben in Deutschland. Foto: Statista

Werbung ist √ľberall, aber sie wird laut Statista Global Consumer Survey nicht √ľberall wahrgenommen. Ganz besonders nicht in gedruckter Form. Von √ľber 12.000 Befragten gaben 34 Prozent an, in den letzten vier Wochen Werbung in einer Tageszeitung gesehen zu haben. Das ist der vorletzte Platz von 15 untersuchten Ausspielformen. Minimal besser sieht es bei gedruckten Magazinen aus (35 Prozent, Platz 12). YouTube-Werbung haben dagegen 40 Prozent der Befragten wahrgenommen.

Ist die Videoplattform also aus Werbeperspektive relevanter als Print?

Die Grafik bildet den Anteil der Befragten ab, die hier in den letzten 4 Wochen Werbung gesehen haben.
Foto: Statista

Der GfK zufolge, die die Reichweite von YouTube in Deutschland auf 47 Millionen Erwachsene taxiert, ist das durchaus m√∂glich. Wichtigste Werbekan√§le sind indes weiterhin zwei klassische Medien Radio (53 Prozent) und vor allem TV (68 Prozent). 

Weltweit leidet die Medienlandschaft unter infolge der Corona-Pandemie gek√ľrzten Werbebudgets. Besonders hart trifft das Magazine und Zeitungen, wie eine Prognose des Statista Advertising & Media Outlook zeigt. Der Umsatz mit Printwerbung ist im letzten Jahr um rund 18 Prozent zur√ľckgegangen. √Ąhnlich sieht die Situation auch hierzulande aus.

Die Grafik zeigt die prognostizierte Entwicklung der weltweiten Werbeausgaben 2020 gg√ľ. 2019.
Foto: Statista

W√§hrend andere klassische Werbemedien wie Radio und TV ebenfalls Federn lassen m√ľssen, ist die Entwicklung bei Online-Werbung positiv. Das betrifft vor allem Suchmaschinenwerbung, aber auch Social-Media-Werbung, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. 

Quellen: Statista 1, Statista 2, Statista3