Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

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Shape of Water
Sind Elisa und der Fischmann wirklich füreinander bestimmt? Foto: 20th Century Fox

Jeder Tag beginnt gleich: Aufstehen, Brote schmieren, die Auster zum Singen bringen und dann ab zur Arbeit; Elisa Esposito ist Putzfrau in einer geheimen Forschungseinrichtung, ihr Leben ist nicht gerade eine Abenteuergeschichte und dann ist sie auch noch stumm. Doch als eines Tages ein Amphibienmensch zu Forschungszwecken in die Einrichtung gebracht wird, beginnt eine zauberhafte Märchengeschichte für die Erwachsene. Am 15. Februar kommt Guillermo Del Toro´s „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ ins Kino, der Film ist mit 13 Oscar-Nominierungen schon vor dem Deutschlandstart in aller Munde.

Im Mittelpunkt dieser bildgewaltigen Liebesgeschichte stehen die hübsche, schüchterne Elisa und ein durch Kiemen atmender Fischmensch, der offenbar zu humanoiden Gefühlen fähig ist. Die Schauspielerin Sally Hawkins (nominiert als beste Hauptdarstellerin) schafft es als Elisa ohne Worte mitreißend zu sein, Doug Jones erinnert im Kostüm des Fischmannes an das Ding aus dem Sumpf, nur etwas schmächtiger. Den starken Gegenspieler des ungewöhnlichen Paares gibt der knallharte Projektleiter Richard Stricklan (gespielt von Michael Shannon); der im Gegensatz zu den zwei Liebenden klare Worte für das findet, was da in seiner Forschungsstation vor sich geht – und dieses Treiben mit Gewalt beenden will.

Wer sich mal wieder so richtig verzaubern lassen möchte und wer es schafft, dem kuriosen Setting eine Chance zu geben, wird von „Shape of Water“ bestimmt nicht enttäuscht. Del Toro hat einen stimmungsvollen Film zwischen Märchen, Kaltem Krieg und den kleinen sowie großen Problemen unserer Welt erschaffen, der seine Zuschauer gekonnt in die zauberhaften 60er-Jahre entführt.

(tow)