Rinteln / Emmerthal (ots) Die Masche ist ein wenig wie bei Betr├╝gereien zum Nachteil ├Ąlterer Menschen. W├Ąhrend sich hier das meiste ├╝ber Telefon abspielt und Notlagen von Enkeln oder anderen Angeh├Ârigen zur Erlangung hoher Geldsummen vorget├Ąuscht wird, geht es bei den F├Ąllen von ├╝berteuerten Handwerkerrechnungen darum, dass zumindest ein Teil von Leistungen erbracht werden, die dann jedoch Folgekosten in nicht abgesprochener H├Âhe nach sich ziehen.

Im aktuellen Fall kamen ca. 6 Personen auf den Hof eines 87j├Ąhrigen Mannes aus dem Auetal, um ein defektes Eternitdach neu einzudecken. Da der Mann dies ohnehin machen lassen wollte, lie├č er sich auf das Gesch├Ąft ein und die angeblichen “Handwerker” deckten tats├Ąchlich das Dach ab und montierten neue Wellblechplatten. 2.400 Euro wollten sie daf├╝r haben und das passte auch soweit mit den Leistungen.

Dann jedoch ging es um die Entsorgung der alten Platten und daf├╝r sollten weitere 13.000 Euro gezahlt werden. Der Mann fuhr zu seiner Bank und hob das Geld ab. Der Bankmitarbeiter warnte den Mann davor, solche Gesch├Ąfte zu machen. Au├čerdem informierte der Bankmitarbeiter die Hausbank in Rehren und die informierte sofort die Polizei. Wieder zur├╝ck zu Hause war er dann jedoch soweit gewarnt, dass er das Geld erst zahlen wollte, wenn die Arbeiten erledigt seien.
Die M├Ąnner fuhren dann erst einmal weg und wurden auf der Fahrt durch das Auetal durch die mittlerweile hinzugerufene Polizei kontrolliert.

Es handelte sich um rum├Ąnische Wanderarbeiter, die f├╝r den Umgang mit asbesthaltigem Eternit ├╝berhaupt nicht zugelassen waren. Eine Reisegewerbekarte konnten sie nicht vorlegen. Eine Quittung erhielt der Kunden nicht f├╝r seine Zahlung.

├ähnlich erging es heute einer Frau in Emmerthal. Sie hat allerdings jeglichen Umgang mit den Personen ablehnt und im Anschluss die Nachbarn gewarnt. So machten sich die M├Ąnner ohne Auftrag auf den Weg. 

Gegen die “Handwerker” wird nun wegen Betrugs und eines Umweltdeliktes ermittelt.

In einem dritten Fall hatte eine 64-j├Ąhrige Frau aus Todenmann einen Vertrag mit einem Schaumburger Unternehmen abgeschlossen ├╝ber Malerarbeiten. Das vereinbarte Geld sollte bar gezahlt werden und die Rechnung war h├Âher, als es die Auftraggeberin zuvor vereinbart hatte.

Ob hier allerdings eine Straftat vorliegt, ist noch fraglich, denn wer Handwerker bestellt und kein bindendes Angebot hat, muss am Ende m├Âglicherweise mit h├Âheren Kosten leben. In diesem Fall geht die Spanne von gesch├Ątzten 2.000 Euro Leistungserbringung zum Rechnungsbetrag von 5.000 Euro.