Zurzeit finden trotz der Corona-EinschrĂ€nkungen unter Einhaltung von Hygienevorgaben Rats- und Ausschußsitzungen mit Video-Konferenz, Schul- und IHK-PrĂŒfungen im Weserbergland-Zentrum (WBZ) und in der RattenfĂ€nger-Halle (RFH) statt. „Dazu waren und sind so einige Umdrehungen nötig die Veranstaltungen ĂŒberhaupt durchfĂŒhren zu können“, sagt HMT-Mitarbeiterin Angela Koelman, die das Weserbergland-Zentrum seit fast 20 Jahren betreut.

Nachfolgend ein paar Fakten und EindrĂŒcke, was an Vorschriften und Maßnahmen so alles erforderlich war:

…Mitte Februar kam Corona immer nĂ€her und es wurde langsam „Ernst, sehr ernst“

Am 05.03.2020 letzte Veranstaltung in der RattenfĂ€nger-Hall mit Dr. Eckhard von Hirschhausen und am 10.03.2020 letzte Veranstaltung im Weserbergland-Zentrum – und dann trat die Erste allgemeine Verunsicherung –  â€žim wahrsten Sinne des Wortes“, so Koelman  – auf. Kunden rufen ratlos an. Fragen “können wir unsere Veranstaltung durchfĂŒhren, können wir verlegen, können wir stornieren, wer trĂ€gt die Stornokosten usw.”. Fragen ĂŒber Fragen, welche in einer solchen Ausnahmesituation nicht immer leicht zu beantworten sind.

„Wir haben uns bemĂŒht, unseren Kunden prĂ€zise AuskĂŒnfte zu geben und ggf. Verlegungstermine angeboten, manchmal auch mehrfach, da stets neue Verordnungen herausgegeben wurden“, so Angela Koelman, und hier benötige man gutes FingerspitzengefĂŒhl, weiß die erfahrene Mitarbeiterin. Die Mehrheit der Kunden hat ihre Veranstaltung schließlich in den Herbst verlegt, AbschlussbĂ€lle der Gymnasien oder der HSW mussten storniert werden, bei grĂ¶ĂŸerer Veranstaltung mit mehr als 1000 Personen war eine Verlegung in das Jahr 2021 unausweichlich.

„Mit diesen Verlegungen sind natĂŒrlich auch wieder administrative Aufgaben verbunden, die zeitaufwendig sind.“, erklĂ€rt Koelman. Erschwerend sei dazugekommen, dass die Bundesregierung im Rahmen von neuen Verordnungen, meist im 14-tĂ€gigen Rhythmus, die Parameter verĂ€ndert hat, so die Mitarbeiterin. „Ich stand im stĂ€ndigen Austausch mit der niedersĂ€chsischen Staatskanzlei ĂŒber die Hotline zu Rechtsfragen, dem Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen und als letztendlich entscheidende Behörde mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont“, sagt Angela Koelman.

Entsprechend: Die Organisation der Verhaltensregeln als auch die Umsetzung der Hygienemaßnahmen mussten organisiert werden. Und das stellte sich teilweise schwierig dar, da erforderliche Produkte nicht mehr zu bekommen waren.

Zumindest: Fachausschusssitzungen, die nunmehr auch auf Abstand tagen dĂŒrfen, finden zunĂ€chst bis Juli im Weserbergland-Zentrum mehrfach statt. Dabei kommt der Videokonferenz grĂ¶ĂŸere Bedeutung zu. Hauptverwaltungsbeamte dĂŒrfen sich nicht zu diesen Sitzungen treffen, damit diese im Falle einer Erkrankung nicht gemeinsam ausfallen) oder auch Ausschussmitglieder, die zur Risikogruppe gehören können, sich per Videochat einwĂ€hlen. Ab Mitte Mai dĂŒrfen auch Bildungseinrichtungen wieder Seminare abhalten oder PrĂŒfungen abnehmen unter Abstand und der Einhaltung der entsprechenden Hygiene-Vorschriften. So finden im WBZ die IHK-PrĂŒfungen als auch Steuerseminare statt.

Das WBZ ist coronatypisch aufgebaut.
Foto: Hameln Marketing

In der RattenfĂ€nger-Halle konnten die AbschlussprĂŒfungen der Handelslehranstalt (HLA) stattfinden und auch weitere IHK PrĂŒfungen. Auch die Ratssitzungen des Rates der Stadt Hameln als auch die Kreistagssitzungen des Landkreises finden in der RFH auf Abstand und unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften statt. Darunter fiel auch die gastronomische Versorgung und musste neu ĂŒberdacht werden. Essen am Buffet etc. ist derzeit nicht erlaubt, da wĂ€re KreativitĂ€t gefragt, so Koelman.

„Im Herbst folgen hoffentlich auch wieder die publikums-Veranstaltungen mit VergnĂŒgungs-Charakter, die wir den Hamelner BĂŒrgern und GĂ€sten unter normaleren Bedingungen anbieten können „, so, Oliver Meinecke, Leiter Hallenmanagement. Der Herbst sei mit Veranstaltungen noch gut gefĂŒllt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie alles stattfinden dĂŒrfe, so Meinecke. Neue Anfragen kommen auch wieder, jedoch belege man das immer mit dem Nachsatz “vorausgesetzt wir dĂŒrfen wieder”, so Angela Koelman und Oliver Meinecke.

Aktuell: Mit der neuesten Lockerung dĂŒrfen in Niedersachsen kulturelle Veranstaltungen mit 250 Personen stattfinden, die allerdings alle einen Sitzplatz haben mĂŒssen. „Dann prĂŒfen wir mal, wie wir das verstehen dĂŒrfen und was wir entsprechend in Null-Komma-Nichts unter diesen UmstĂ€nden anbieten könnten“, so Meinecke.

Die RattenfĂ€ngerhalle wird derzeit noch nicht fĂŒr die Öffentlichkeit vergeben.
Foto: Hameln Marketing