Ith / Salzhemmendorf.  Die BĂŒrgerinitiative „depoNIE Ith“ weist bereits seit geraumer Zeit darauf hin, dass die vom Steinbruchbetreiber Hannoversche Basaltwerke GmbH & Co. KG geplante Schadstoffdeponie der DK1-Klasse „Schanzenkopf“ fĂŒr die Lagerung von Teilen dieser radioaktiv belasteten, strahlenden Abfallmengen Verwendung finden könnte.

Die geplante Deponie am Ith liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet, umgeben von europĂ€ischem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und zahlreichen Trinkwasserschutzgebieten. Diese Deponie trennen dann keine 500 m Luftlinie von Lauenstein und nur 3.000 m von den Dörfern Harderode und Bisperode. Ungefragt und ahnungslos wĂŒrden Mensch und Umwelt einer permanenten, zusĂ€tzlichen radioaktiven Niedrigstrahlung ausgesetzt, falls es hier tatsĂ€chlich zur Ablagerung von Bauschutt aus dem AKW Grohnde kommen sollte.

Die “Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten” veranstaltet ab Anfang Mai eine 5-teilige Online-Vortragsreihe zum Umgang mit den AbfĂ€llen aus dem RĂŒckbau des AKW Grohnde. Sowohl der Endlagersuchprozess in der Region als auch die geplanten AtommĂŒlllager in Salzgitter und WĂŒrgassen werden thematisiert. Die Möglichkeit einer offenen Lagerung von freigemessenen radioaktiven AbfĂ€llen im stillgelegten Steinbruch am Ith wird ebenfalls fachkundig dargestellt. Sie finden detaillierte Informationen und alle Vortragstermine auf der nachfolgenden Webseite und im beigefĂŒgten Flyer:

                https://www.ag-schacht-konrad.de/grohnde/grohnde-aktuell/save-the-dates-grohnde-rueckbau-was-passiert-mit-dem-muell-2013/

In den vergangenen 14 Monaten haben sie sich engagiert mit der beabsichtigten Wiederaufnahme der Steingewinnung im Steinbruch Voska beschĂ€ftigt – aus gutem Grund, weil die Folgen dieser Maßnahme fĂŒr unsere LebensverhĂ€ltnisse im Flecken Salzhemmendorf in hohem Maße abtrĂ€glich wĂ€ren. Seien Sie versichert, dass die Arbeitsgemeinschaft „Stop Voska“ in ihren BemĂŒhungen zur Verhinderung der neuerlichen Steingewinnung und des Steintransports per LKW durch den Flecken Salzhemmendorf nicht nachlassen wird, wie Christian Stetter in einer Information schreibt.

Bei all diesen AktivitĂ€ten sollten wir jedoch eine andere Gefahrenquelle in der Region nicht aus den Augen verlieren: Am 31.12.2021 geht das Atomkraftwerk (AKW) Grohnde endgĂŒltig vom Netz. Das niedersĂ€chsische Umweltministerium startet in der kommenden Woche die Öffentlichkeitsbeteiligung fĂŒr den AKW-RĂŒckbau und die damit verbundenen konkreten Vorhaben: Vom 6. Mai bis 5. Juli 2021 sind die Unterlagen der förmlichen Bekanntmachung auf der Internetseite des Umweltministeriums einzusehen. Die interessierte Öffentlichkeit kann dann die Unterlagen sichten und innerhalb von zwei Monaten Einwendungen gegen die Vorhaben erheben. Mehr dazu unter:

               https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/lies-ausstieg-aus-der-kernenergie-wird-sichtbar-199878.html

Damit stellt sich die Frage, was wird mit den radioaktiv belasteten Materialien beim RĂŒckbau des Kraftwerks Grohnde und insbesondere: Wohin mit dem anfallenden radioaktiv belasteten Bauschutt?

Die Onlineveranstaltungen.
Foto: PR

 

Die Online-Veranstaltungen beginnen alle um 18:30 Uhr. Eine Kostenbeteiligung, eine Anmeldung oder ein Passwort, um an den jeweiligen Veranstaltungen teilzunehmen, sind nicht erforderlich. Zugangslink https://lecture.senfcall.de/kur-xhh-q9r-oip

Bitte informieren Sie sich persönlich im Onlinevortrag am 15.06.2021 „STRAHLENDE ZUKUNFT AM ITH?“ ĂŒber die Konsequenzen, die eine evtl. Ablagerung von radioaktiven Materialien in der geplanten Deponie am Ith mit sich bringen wĂŒrde – fĂŒr Sie persönlich, fĂŒr Ihre Kinder und Familien, fĂŒr unsere LebensqualitĂ€t, unsere Gesundheit und nicht zuletzt auch fĂŒr die Zukunft des Fleckens Salzhemmendorf.

Über eine rege Beteiligung der Salzhemmendorfer/CoppenbrĂŒgger BĂŒrgerschaft bei allen Online-Veranstaltungen wĂŒrde ich mich sehr freuen.