Nachdem die Lastenverteilung der Kinderbetreuungskosten nach zahlreichen
Diskussionsrunden und Arbeitssitzungen inzwischen durch die RĂ€te und den Kreistag
beschlossen wurde, haben Landrat Tjark Bartels und die BĂŒrgermeister der
kreisangehörigen StÀdte und Gemeinden mit ihren Unterschriften die getroffene
Vereinbarung am Donnerstag im Kreishaus unterzeichnet.
Insgesamt erhalten die acht StÀdte und Gemeinden in 2019 einen Betrag von
knapp 7,6 Millionen Euro. Hinzu kommen in den folgenden Jahren die Zahlungen fĂŒr
neu eingerichtete Gruppen. KĂŒnftig fördert der Landkreis neben den KiTa-Kosten
auch die Jugendarbeit sowie die nachschulische Betreuung. Die finanziellen
Auswirkungen der Kooperationsvereinbarung gehen nicht mit einer Erhöhung der
Kreisumlage einher.

„Ich bin sehr erleichtert, dass nach den vielen Verhandlungsrunden und zum Teil
zĂ€hem Ringen eine Einigung erzielt werden konnte, die fĂŒr alle Seiten tragbar ist. Mit
der Lösung werden die Kommunen in nicht unwesentlichem Umfang entlastet und
die HandlungsfĂ€higkeit des Landkreises bleibt dennoch erhalten“, betont Bartels.
Auch die BĂŒrgermeister zeigen sich zufrieden, dass ein Kompromiss gefunden wurde
und die Aufgabe der Kinderbetreuung weiterhin in den Kommunen, und damit
direkt vor Ort, in bewÀhrten HÀnden verbleibt.

Der Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen haben sich somit bezĂŒglich der
Lastenverteilung des kommunalen Anteils geeinigt. Es wird aber weiterhin erwartet,
dass sich Land und Bund in stĂ€rkerem Maße in die laufende Finanzierung der Kita-
Kosten einbringen. Dies wĂŒrde zu einer finanziellen Entlastung der Kommunen
fĂŒhren. FĂŒr dieses Ziel werden die Hauptverwaltungsbeamten weiterhin kĂ€mpfen.

Die Vereinbarung soll bis zum 31. Juli 2024 gelten. Bereits 2022 ist auf der Grundlage
von tarifvertraglichen Personalkostensteigerung und der KiTa-Bedarfsplanung zum
1. Januar 2023 eine Neufestsetzung der ZuschĂŒsse des Landkreises geplant.