Von 12 bis 20 Uhr fanden am Dienstag, 12. November, polizeiliche Kontrollen an der Bundesstraße 1 in Groß Berkel statt. Innerhalb der acht Stunden prĂŒften Polizeibeamte 281 Fahrzeuge und 324 Personen.

Sechs FahrzeugfĂŒhrern wurde die Weiterfahrt untersagt, weil drei von ihnen nicht im Besitz einer gĂŒltigen Fahrerlaubnis waren und drei weitere FahrzeugfĂŒhrer unter dem Einfluss von BetĂ€ubungsmitteln standen. Daraus resultierten drei Straftaten, nĂ€mlich der Besitz von BetĂ€ubungsmitteln.

Es wurden zudem 16 Ordnungswidrigkeiten geahndet sowie der Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Ein Transporter hatte Feuerwerkskörper geladen, welche nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ gesichert waren, zudem waren die Ladungspapiere nicht vollstĂ€ndig.

Hintergrund

Die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls sind nach Angaben der Polizei sowohl auf Landesebene als auch im Bereich der Polizeidirektion (PD) Göttingen rĂŒcklĂ€ufig. Diese positive Tendenz mache deutlich, dass die prĂ€ventiven und repressiven Anstrengungen der Polizei nach wie vor positive Effekte erzielen. Ungeachtet dessen sei die BekĂ€mpfung dieses KriminalitĂ€tsphĂ€nomens eine der wesentlichen operativen Schwerpunktsetzungen der Polizeidirektion Göttingen.

Ein entscheidender Grund fĂŒr die polizeilichen Maßnahmenkonzepte sei die steigende ProfessionalitĂ€t, mit der die TĂ€ter und Banden vorgehen. Wie die Polizei erklĂ€rt, sind immer hĂ€ufiger reisende TĂ€tergruppen – oft mit internationalem Bezug – fĂŒr EinbrĂŒche verantwortlich. Dabei gehen die TĂ€ter strukturiert und arbeitsteilig vor. Sie nutzen Autobahnen und Bundesstraßen zur schnellen An- und Abreise.

Wesentlicher Bestandteil polizeilicher Umsetzungskonzepte sind groß angelegte Kontrollmaßnahmen auf einschlĂ€gigen Verbindungsrouten im Bereich der PD Göttingen. PĂŒnktlich zur dunklen Jahreszeit kontrollierten am Dienstag mehr als 190 Polizeibeamte an fĂŒnf Kontrollstellen 917 Fahrzeuge und 1141 Personen.

Ziele der groß angelegten Aktion waren die Festnahme von TĂ€tern auf frischer Tat und das Auffinden von Beweismitteln. In erster Linie ist aber die Erkenntnisgewinnung ĂŒber Fahrzeuge, Bandenstrukturen, Netzwerke, Verbringungsrouten und TĂ€terverhalten bedeutsam und Zielrichtung der flĂ€chendeckend ausgerichteten ganzheitlichen Kontrollen.
Neben EinsatzkrĂ€ften aus allen Dienststellen der Polizeidirektion Göttingen hat auch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen die Maßnahmen unterstĂŒtzt.

“Diese Straftaten stellen einen schwerwiegenden Eingriff in das Privatleben unserer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dar. Jeder Einbruch ist einer zu viel”, sagt Gerd Lewin, VizeprĂ€sident der Polizeidirektion Göttingen. “Im Vergleich zum letzten Jahr können wir sowohl bei der Anzahl, als auch bei der AufklĂ€rungsquote einen deutlich positiven Trend verzeichnen.“ Das sei aber kein Grund hier nachzulassen. „Dass wir die EigentumskriminalitĂ€t weiterhin mit einem deutlichen Schwerpunkt bearbeiten, erwartet unsere Bevölkerung zu Recht. Dabei richten wir uns durch stĂ€ndige ĂŒberregionale Analyse unserer Koordinierungsstelle ‚Eigentum‘ in diesem Deliktsbereich frĂŒhzeitig und abgestimmt mit polizeilichen Maßnahmen auf das mögliche TĂ€terverhalten aus. Wir werden die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen und Kontrollen zur BekĂ€mpfung der EigentumskriminalitĂ€t auf einem hohen Niveau halten. Durch den Kontrolldruck wird das Entdeckungsrisiko deutlich erhöht.”

Bei den kontrollierten Personen konnten 14 mit einschlÀgigen Erkenntnissen im Bereich Einbruchdiebstahl festgestellt werden. Diese Erkenntnisse werden nun analysiert und mit bereits bestehenden DatenbestÀnden abgeglichen.

Die eingesetzten KrĂ€fte mussten außerdem im gesamten Direktionsbereich 17 Ermittlungsverfahren einleiten sowie 123 Ordnungswidrigkeitenanzeigen fertigen. In drei FĂ€llen waren FahrzeugfĂŒhrer ohne erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Bei sechs weiteren Sachverhalten fĂŒhrten die Verantwortlichen ihren Wagen unter dem Einfluss von BetĂ€ubungsmitteln. Im Rahmen einer PersonenĂŒberprĂŒfung vollstreckten die eingesetzten KrĂ€fte einen Haftbefehl in einer Höhe von 3696 Euro. Andernfalls hĂ€tte die Person 42 Tage in einer Justizvollzugsanstalt verbĂŒĂŸen mĂŒssen.

Auch im Bereich der PrĂ€vention will die Polizeidirektion Göttingen am Ball bleiben. Wie in den vergangenen Jahren werden die Polizeiinspektionen in den Wochen nach der Zeitumstellung unter dem Motto “mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit” Info-Veranstaltungen zum Thema Sicherung der eigenen vier WĂ€nde durchfĂŒhren. (red)