Auf der Mitarbeiterinformationsveranstaltung am 18. Februar stellte die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Aerzener Maschinenfabrik den Mitarbeitenden ein umfassendes Maßnahmenprogramm zur Zukunftsausrichtung und zur langfristigen Sicherung des Standortes in Aerzen vor.

Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Gruppe AERZEN insgesamt erfolgreich und auf Wachstumskurs. In 2018 konnte ein Rekordumsatz von knapp 400 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Treiber fĂŒr diese positiven Entwicklungen seien hier vor allem die 50 internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften.

Die Marktentwicklungen wie auch die Situation im Stammwerk in Aerzen mĂŒsse hingegen differenzierter betrachtet werden. Insgesamt gesehen stehe die Gruppe AERZEN verstĂ€rkt unter Wettbewerbsdruck. Neue Mitbewerber – darunter auch Großkonzerne – drĂ€ngen in die Marktsegmente und –domĂ€nen der Aerzener Maschinenfabrik GmbH, dies mit finanzieller StĂ€rke, Innovationen und PreisaggressivitĂ€t.

Das Stammhaus in Aerzen sieht sich hingegen zusehends von Materialteuerungen und stark gestiegenen Personalkosten auf Basis der letzten TarifabschlĂŒsse betroffen.
Zielsetzung des vorgestellten Zukunftsplanes ist es daher, sowohl die internationale Marktposition und die Wachstumsstrategie zu stĂ€rken als auch die Ertragssicherheit nachhaltig zu verbessern, um eine Investitions- und damit Standortsicherheit zu gewĂ€hrleisten. „Der Standort in Aerzen ist Herz und Seele unseres Unternehmens. Aber Aerzen ist keine Insel. Wir mĂŒssen uns auch hier vor Ort den GesetzmĂ€ĂŸigkeiten des globalen Wettbewerbs stellen. DafĂŒr mĂŒssen wir uns verĂ€ndern“, erklĂ€rt Klaus-Hasso Heller, geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter der Aerzener Maschinenfabrik.

In der Mitarbeiterinformation wurde daher ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das UmsatzzuwĂ€chse, organisatorische Verbesserungen und Kosteneinsparungen gleichermaßen betrachtet. „Wir haben heute einen umfangreichen Zukunftsplan vorgestellt, um den Standort Aerzen bis 2021 zu stabilisieren und nachhaltig so finanzstark zu machen, dass wir im internationalen Wettbewerb durch einen herausragenden Service und innovativen Produktlinien auch langfristig die Nase vorn haben“, so Heller.

Das bedeute auch eine Optimierung von Material- und Personalkosten. „DafĂŒr planen wir neben der weiteren Umorganisation unserer Einkaufsstrukturen auch die bei uns im Vergleich zu anderen Maschinenbau-unternehmen sehr komplexe Lohn- und Gehaltsstruktur anzupassen und zum Beispiel in der Produktion auf die nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸe Akkordzulage zu verzichten“, so Heller weiter.

Über den Maßnahmenplan zur Personalkostenreduzierung wird nun mit dem Betriebsrat verhandelt. Die Verhandlungen sollen bis Ostern abgeschlossen sein.

(red)