Springe. Am Mittwoch kam es im Schmutzwasser sĂŒdlich des Röderbeekswegs in Völksen zu einer Kanalverstopfung. Bei Beseitigung der Ursache wurden am Mittwoch und Donnerstag aus dem stĂ€dtischen Kanal verfestigte Ablagerungen und eine Kanal-absperrblase nebst SchlĂ€uchen entfernt.

Bei den Ablagerungen handelte es sich augenscheinlich um Beton. Die Herkunft oder der Verursacher der Ablagerungen ist unklar. Möglicherweise wurden Restmengen von einem Betontransportfahrzeug rechtswidrig ĂŒber einen stĂ€dtischen Kontrollschacht in die Kanalisation eingeleitet. Im betroffenen Bereich sind glĂŒcklicherweise keine GrundstĂŒcks-anschlĂŒsse vorhanden, daher kam es nicht zu RĂŒckstau in GrundstĂŒcksentwĂ€sserungs-anlagen. Der stĂ€dtische KanalspĂŒlwagen hat die Verstopfung beseitigt. WĂ€hrend der Reinigungsarbeiten wurde Schmutzwasser ĂŒber eine provisorische Wasserhaltung mittels Pumpe und Schlauchleitung gefördert. Noch verbliebene Hindernisse werden kurzfristig durch einen externen Dienstleister aus dem Kanal herausgefrĂ€st.

Die Kosten trĂ€gt der Verursache oder die GebĂŒhrenzahler
Die StadtentwĂ€sserung Springe macht darauf aufmerksam, dass durch derartigen Missbrauch der Kanalisation unnötige Kosten fĂŒr die Unterhaltung von Abwasseranlagen und die Abwasserreinigung entstehen. Gleichzeitig wird die Betriebssicherheit der Anlagen gefĂ€hrdet und es kann zu KellerĂŒberflutungen kommen. Kann ein Verursacher ermittelt werden, wird dieser zur Haftung und RegressansprĂŒchen herangezogen. Ist dies nicht möglich, gehen die Kosten zu Lasten aller GebĂŒhrenzahlerinnen – und -zahler.

Eine Einleitung von hĂ€uslichem Schmutzwasser und Niederschlagswasser ist ausschließlich ĂŒber GrundstĂŒcksentwĂ€sserungsanlagen zulĂ€ssig. Sofern Anschlussnehmer beobachtet haben, dass unbefugte Personen Eingriffe an öffentlichen Abwasseranlagen vorgenommen haben, ist die StadtentwĂ€sserung Springe fĂŒr entsprechende Hinweise dankbar.