Bad M├╝nder (ots) Eine der Ursachen f├╝r Unf├Ąlle mit schwerem Ausgang ist immer noch der Einfluss von Drogen und Alkohol.

Um Verkehrsunf├Ąllen vorzubeugen und die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren hinzuweisen, die durch die Einnahme dieser Mittel beim F├╝hren von Kraftfahrzeugen entstehen k├Ânnten, f├╝hrten Beamtinnen und Beamte der Polizei Bad M├╝nder am Montag eine ganzheitliche Kontrolle mit dem Schwerpunkt “Alkohol- und Drogen im Stra├čenverkehr” durch. Daher wurden Beamte der Kontrollgruppe “DiS” (Drogen im Stra├čenverkehr) in die Kontrollma├čnahmen mit eingebunden.

Ab den Vormittagsstunden bis zum sp├Ąten Nachmittag wurden Autofahrer angehalten und kontrolliert, die in der Ortsdurchfahrt der Bundesstra├če 217 durch Hachm├╝hlen fuhren; und zwar in beide Richtungen, also Hannover und Hameln. Dazu wurden aus Sicherheitsgr├╝nden die Fahrstreifen in beide Richtung durch Absperrbaken verengt.

Die Bilanz der Kontrollma├čnahmen im Einzelnen
Insgesamt wurden 7 Strafverfahren und 12 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei 2 Kontrollen wurde in den Fahrzeugen Drogen aufgefunden und sichergestellt.

Bei 3 Autofahrern/-fahrerinnen (18, 19 und 20) konnte Drogenbeeinflussung festgestellt werden; ihnen wurden zur Substanzanalyse Blutproben entnommen. Es wurden Verfahren nach ┬ž24a des Stra├čenverkehrsgesetzes eingeleitet.

Eine Autofahrerin konnte zwar einen F├╝hrerschein vorzeigen; die litauische Fahrerlaubnis wird allerdings von deutschen Beh├Ârden nicht anerkannt. Der Frau wird ein Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. In 5 F├Ąllen mussten die Autofahrer ihre Fahrzeuge stehen lassen.

Einige Trucker und gewerbliche Transportfahrer konnten ihre Tageskontrollbl├Ątter nicht vorlegen; hier liegen Verst├Â├če gegen das Fahrpersonalgesetz vor.

Die Kontrollen waren ganzheitlich ausgelegt
Das soll bedeuten, dass neben der Verkehrssicherheitsarbeit auch Aspekte der Kriminalit├Ątsbek├Ąmpfung eingeflossen sind. W├Ąhrend der Kontrolle sind diverse Fahrer und Mitinsassen in Fahrzeugen ├╝berpr├╝ft worden, die strafrechtlich bereits in Erscheinung getreten sind. Au├čerdem gingen den Kontrollbeamten 4 Personen ins Netz, die von Justizbeh├Ârden gesucht wurden und im Fahndungssystem zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren.

Hilfreich war hierbei der Einsatz von dienstlichen Smartphones, die ├╝ber eine abgesicherte Verbindung von der Kontrollstelle aus Datenabfragen in Verkehrsregistern und Fahndungsdateien erm├Âglichten.

Als pr├Ąventive Ma├čnahmen wurden an die Autofahrerinnen und Autofahrer Informationsflyer vom Landeskriminalamt Niedersachsen zum Thema “Wirkung und Folgen des Rauschmittelkonsums”” ausgeh├Ąndigt.

Kontrolliert wird selbstverst├Ąndlich auch w├Ąhrend der Corona-Zeit 
Obwohl die Polizei derzeit verst├Ąrkt in den Kontrollen und ├ťberpr├╝fungen zur Bek├Ąmpfung des Pandemiegeschehens eingebunden ist, nehmen wir uns nat├╝rlich die Zeit, Ma├čnahmen hinsichtlich der Verkehrssicherheit und Kriminalit├Ątsbek├Ąmpfung nicht zu vernachl├Ąssigen.

“Das Ergebnis der Kontrolle zeigt uns, dass es wichtig ist, trotz der zus├Ątzlichen Arbeit durch Corona weiterhin Verkehrskontrollen durchzuf├╝hren”, res├╝miert Einsatzleiter Marcel Pesa. Wir wollen die Menschen vor schweren Unfallfolgen durch zu hohe Geschwindigkeit und durch Alkohol-/Drogeneinfluss sowie riskantes, aggressives Fahren sch├╝tzen. Weniger Opfer sind unser Erfolg – nicht mehr Ahndungen! Jedes Unfallopfer bedeutet Leid f├╝r Familie, Freunde und Kollegen.