Gestorf. Zum Glück lassen sich weder die Natur, noch das Wetter vom Corona-Virus aufhalten. In der ersten Aprilhälfte gab es bereits Sonne satt, dadurch konnten die ersten regionalen Erdbeeren aus den Folientunneln von Ute und Peer Sander bereits am 15. April geerntet werden, so früh wie nie zuvor. Rot und süß mit einem unvergleichbaren Aroma schmecken sie Klein und Groß.

Gemeinsam betreibt das Ehepaar Sander seit 1997 den Calenberger Landhof in Gestorf bereits in der dritten Generation. Damals bauten Sie auf einem Hektar Land Erdbeeren an – zum Test. Die erste Ernte im Juni 1998 wurde noch direkt vom Auto, einem gelben VW T3 Transporter, verkauft. Inzwischen hat sich die Anbaufläche vervielfacht, etwa zwölf verschiedene Erdbeersorten werden auf dem Landhof mit viel Leidenschaft und Sachverstand gehegt und gepflegt.

Durch verschiedene Anbauverfahren wird eine Verfrühung bzw. Verspätung der Ernte erreicht. Somit kann der Erntezeitraum der beliebten roten Früchte auf etwa drei Monate verlängert werden – sehr zur Freude der Kunden.

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An diesen roten Holzhäuschen gibt es wieder köstliche Erdbeeren zu kaufen. Foto: Tippenhauer

Pflückfrisch in den Verkauf

Bereits in den frühen Morgenstunden, direkt nach Sonnenaufgang, werden die schmackhaften Erdbeeren geerntet. Das Ernten ist reine Handarbeit und erfordert viel Fingerspitzen-Gefühl. Die zarten Früchte sind sehr druckempfindlich und verkraften einen groben Umgang daher nicht.

Pflückfrisch gehen die Beeren dann direkt an den zahlreichen roten Holzhäuschen in den Verkauf. Wer es noch frischer möchte, muss schon selber pflücken. Am besten auf einem der vier Selbstpflückfelder der Familie Sander. In Gestorf, Völksen, Wennigsen/Steinkrug und Gehrden können, je nach Wetter, ab Anfang/Mitte Mai Erdbeeren geerntet werden. Ein besonderes Erlebnis – nicht nur für Kinder.

Strenge Hygienevorschriften

Die diesjährige Situation stellt natürlich auch Familie Sander und ihren Landhof vor viele neue Herausforderungen. Die Einreise der Pflücker war lange Zeit ungewiss, somit natürlich auch die Ernte. Das ganze Hofleben musste sich der Situation anpassen, strenge Hygienevorschriften prägen den Alltag. „Wir tun alles dafür, unseren Mitarbeitern und den Kunden beim Erdbeerkauf den bestmöglichen Schutz zu bieten“, so Peer Sander. „Viele positive Rückmeldungen bestätigen uns, dass dies der richtige Weg ist – safety first.“
(red)