Wie bereits berichtet, kam es am Freitagnachmittag, 31.07.2020, zu einem Brandausbruch in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus an der Angerstraße. Eine 57-jĂ€hrige Frau wurde dadurch verletzt und konnte von einer zufĂ€llig anwesenden Familienangehörigen (29) aus der Wohnung gerettet werden.

Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen.

Brandursachenermittler der Polizei Bad MĂŒnder haben die betroffene Wohnung mehrmals aufgesucht; letztmalig Ende letzte Woche mit UnterstĂŒtzung eines SachverstĂ€ndigen eines Instituts fĂŒr Schadenforschung.

Im Fokus der Ermittlungen steht ein sogenannter Sauerstoffkonzentrator, auf den die 57-jĂ€hrige Mieterin der Wohnung im Rahmen ihrer Sauerstofftherapie angewiesen war und der kurz vor Brandausbruch von einem Service-Mitarbeiter ausgetauscht und in Betrieb genommen wurde. Die Brandreste dieses GerĂ€tes wurden vom Ermittler sichergestellt und zur weiteren technischen Begutachtung an den SachverstĂ€ndigen ĂŒbergeben. Neben einem technischen Defekt kommen aber auch fahrlĂ€ssige Handlungen im Umgang mit diesem medizinischen GerĂ€t in Frage, deren KlĂ€rung Umfang der noch laufenden Ermittlungen sind. Es steht u. a. noch die Vernehmung des Service-Mitarbeiters aus, die von einer Dienststelle in Nordrhein-Westfalen durchgefĂŒhrt wird.

Nach erster Bewertung der Staatsanwaltschaft Hannover wird wegen des fahrlĂ€ssigen HerbeifĂŒhrens einer Sprengstoffexplosion und wegen fahrlĂ€ssiger Brandstiftung ermittelt.

Mit dem Untersuchungsergebnis wird erst in einigen Wochen zu rechnen sein.

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