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Haben Sie auch ein Marder- oder Waschbärproblem auf dem Dachboden?

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Erfried Seehafer
Erfried Seehafer ist der Experte für Mardervergrämung. (Verscheuchen, Verjagen, ohne die Tiere zu töten.) Foto: privat

Erfried Seehafer schafft Abhilfe bei Mardern im Haus

Wer einen Marder im Haus hat, muss jetzt Maßnahmen ergreifen, denn bald werden die Jungtiere geboren. Ist der Nachwuchs erst da, wird es umso schwieriger, die ungebetenen Gäste wieder los zu werden.

Helfen kann Marderexperte Erfried Seehafer aus Hachmühlen, der seine ganz eigene Methode entwickelt hat, das Raubtier zu vertreiben. Der Marderexperte beschäftigt sich seit knapp 20 Jahren mit der Vertreibung von Mardern und ist deshalb weit über seine Heimat hinaus gefragt. Nach Bremen, Berlin oder Sylt hat man ihn bereits gerufen, sogar in Ungarn war seine Hilfe gefragt.

Ein geschützter Schlafplatz in der Dämmerung des Dachbodens ist für die guten Kletterer ein idealer Platz, witterungsbedingte Baumängel machen es ihnen leicht. Hat der Marder sein „Revier bezogen“ markiert er es mit Urin und Kot, in seinem Umfeld verbleiben Nahrungsreste. Hinzu kommen Gestank und die Gefahr durch Viren. Das Tier überträgt Krankheiten, und wenn seine Hinterlassenschaften erst einmal ausgetrocknet sind und zerfallen, verteilen sich die Erreger auch in der Raumluft. Je länger das Raubtier im Haus ist und Schäden verursacht, desto aufwändiger wird die Schadensbekämpfung. Ein Raum, der vom Marder verunreinigt wurde, darf nur noch mit Schutzkleidung betreten werden. Aufwändige Sanierungsmaßnahmen sind nötig. Da Marder besonders gerne Kabel durchnagen, besteht zudem ein hohes Brandrisiko. Einfach ignorieren lässt sich das Problem also nicht. „Das Einzige, was hilft, ist die Vergrämung“, so Seehafer. Der Vorteil ist, dass die Tiere dabei keinen Schaden nehmen. „Die geplagten Kunden freuen sich, dass nach der Vergrämung keine Geräusche mehr die Nachtruhe stören und der Marder bei dieser Methode nicht getötet werden muss.“

Volker Schmidt ist für Waschbären zuständig.
Foto: privat

Die jahrelange Erforschung der Tiere und ihrer Gewohnheiten haben zur Erkenntnis geführt, dass Marder bestimmte Gerüche gar nicht mögen. „Ich lege Warnduftnoten, die sie vertreiben. „Stressgerüche“ können die Tiere nicht ertragen.“ Anders ergeht es Hausbesitzern, die selbst Hand anlegen. Knoblauch, Pfeffer, Toilettensteine, Essig oder der Einsatz eines Radios sind ebenso kreative wie erfolglose Hausmittel, zumal das Kabel eines netzbetriebenen Radios schnell durch genagt ist. Sogar Versuche mit Heizöl und Diesel sind dokumentiert. Davon rät Seehafer entschieden ab, denn diese Substanzen gelten als Brandbeschleuniger und können im Fall der Fälle den Versicherungsschutz kosten. Auch in scheinbar aussichtslosen Fällen kann der Experte Abhilfe schaffen. Tatsächlich berichtet Seehafer von Einsätzen, bei denen nach Jahren vergeblicher Versuche seine Methode zum Ziel führte. Damit ein Wiedereinzug ausgeschlossen werden kann, empfiehlt er nach der Vergrämung Einstiegslöcher fachgerecht abdichten zu lassen. Etwa 6000 Fotos hat der Fachmann bei seinen Einsätzen gemacht, die zugleich auch seine
Erfolge belegen.

(red)