Geplanter Neubau stoppt wegen Corona-Krise

Das Wisentgehege in Springe bittet um Spenden für eine neue Vielfraßanlage.
„In den letzten Tagen haben uns viele Nachrichten erreicht. Dabei war die meist gestellte Frage, wie das Wisentgehege in der aktuellen Corona-Situation unterstützt werden kann“, sagt Wisentgehegeleiter Thomas Hennig, der sich über die Anteilnahme der Besucher freut. Besonders am Herzen liegt ihm derzeit der Neubau der Vielfraßanlage, die wegen wegbrechender Einnahmen in weite Ferne gerückt ist. „Wir hatten gehofft, nach Ostern wieder öffnen zu können. Die aktuelle Lage sieht aber anders aus.“

Seit 1994 Vielfraße in Springe

Bereits seit 1994 kann das Wisentgehege auf eine erfolgreiche Vielfraßhaltung und Züchtung, die als besonders schwierig gilt, zurückblicken. In Europa sind Vielfraße eine bedrohte Tierart und Teil des Erhaltungszuchtprogramms. „Damit wir auch weiterhin die Erwartungen in der Züchtung und Haltung der Tiere übertreffen können, benötigen die Vielfraße ein neues Gehege.“ Die aktuelle Anlage stamme noch aus den Anfängen der Haltung in Springe und entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen, betont der Wisentgehegeleiter.

Das neue Vielfraßgehege werde etwa 600 Quadratmeter groß sein und allen Anforderungen der Tiere gerecht werden. Große Wasserflächen und hohe Bäume sollen für das natürliche Umfeld der Vielfraße, die noch wild in Norwegen, Schweden und Finnland leben, sorgen. Besucher werden eine bessere Sicht auf die Tiere haben – ohne störende Glasscheiben oder Zäune. Die Anlage wird zudem teilbar sein, sodass die Tierpfleger des Wisentgeheges bessere Arbeitsbedingungen haben.

„Damit wir den Neubau wie geplant umsetzen können, benötigen wir allerdings Ihre Hilfe. Helfen Sie uns und spenden Sie für den Neubau des Vielfraßgeheges“, bittet Hennig. „Nicht nur das Team vom Wisentgehege, sondern auch unsere Tiere werden es Ihnen mehr als danken.“ Wie Sie spenden können, erfahren Sie unter www.wisentgehege-springe.de. (red)