Mit Herz und Engagement: Tierschutzhof Hachmühlen sucht Unterstützung

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Tierschutzhof_Hachmühlen
Drei Wäschewannen voll Gemüse und Obst werden täglich an die Bewohner des Tierschutzhofes in Hachmühlen verfüttert. Foto: Brümmer

Sie sind zur Stelle, wenn sich Tiere in Notsituationen befinden. Auf dem Tierschutzhof in Hachmühlen leben derzeit rund 50 Nager, 25 Hühner und zwei Ponys sowie zwei Pferde. Einige Tiere können vermittelt werden, doch für viele ist der Tierschutzhof auch ein dauerhaftes Zuhause. Der Verein konzentriert sich vor allem auf Kleintiere. Gerade Kaninchen und Meerschweinchen stehen bei der Arbeit des Vereins im Fokus.

Sonja und Sebastian Stefan haben das Projekt ins Leben gerufen und vor einem Jahr wurde der Verein gegründet. „Angefangen hat alles mit Klopfer. Er wurde 2013 auf der Terrasse meiner Eltern ausgesetzt“, erzählt Sonja Stefan, erste Vorsitzende des Tierschutzhofes. Als sie und ihr Mann dann gemeinsam auf den Hof in Hachmühlen zogen, bauten sie ein großes Außengehege für ihre eigenen Kaninchen. Sonja Stefan berichtete auf Facebook über das Kleintiergehege und schnell führte eins zum anderen. Tiere in Not wurden gerettet und immer mehr Nager fanden den Weg nach Hachmühlen. Regelmäßig wurde die Familie um Hilfe gebeten und der Verein gehört zu den Tierschutzorganisationen, die in der Region nicht mehr weg zu denken sind.

Der Verein setzt sich aktuell aus zwölf Mitgliedern, einigen Fördermitgliedern und ein paar Helfern zusammen, doch die Arbeit wächst stetig und muss auf mehrere Schultern verteilt werden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir weitere ehrenamtliche Unterstützung bekommen könnten und wenn es nur ein Fahrer ist, der die Futter-Spenden einsammelt“, so die erste Vorsitzende. Täglich werden rund drei Wäschewannen voll Gemüse und Obst verfüttert. Hinzu kommen diverse Saaten und getrocknete Kräuter, sowie jede Menge Heu und Stroh. Sie arbeiten mit der Tafel Bad Münder zusammen und bekommen das restliche Obst und Gemüse, das die Tafel übrig hat oder nicht rausgibt. Zudem arbeitet der Verein mit anderen Tierschützern und Organisationen zusammen. Sie holen gemeinsam Tiere aus Notsituationen, vermitteln, ziehen Jungtiere groß oder geben den nicht vermittelbaren Nagern ein Zuhause.

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Was Sonja Stefan besonders am Herzen liegt und was der Verein für die Zukunft ausbauen möchte sind Beratungsangebote. „Wir bieten an, dass Familien zu uns kommen können, um sich beispielsweise über die richtige Haltung von Kaninchen und Meerschweinchen zu informieren. Wir klären auch zum Thema Impfen auf“, erklärt sie. Denn ein kleiner Käfig reiche nicht aus. Der Tierschutzhof empfiehlt beispielsweise mindestens zwei Quadratmeter pro Kaninchen.

Konkrete Projekte hat der Tierschutzhof für dieses Jahr zwar noch nicht geplant, aber besonders zum Kontakt zwischen Tieren und Kindern soll etwas angeboten werden, weil dies so wichtig sei.

Wer den Tierschutzhof Hachmühlen mit Spenden oder Engagement unterstützen möchte, erfährt unter www.tierschutzhof-hachmuehlen.de wie man helfen kann. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Verein.

(lbr)