Erlaubnis erteilt: Der Tierschutzhof Hachmühlen ist eine “Tierheimähnliche Einrichtung”

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Auf dem Tierschutzhof in Hachmühlen finden zahlreiche Kaninchen und Meerschweinchen ein Zuhause. Foto: Archiv/Brümmer

Gute Neuigkeiten vom Tierschutzhof Hachmühlen. Bereits im November teilte der Verein auf seiner Facebook-Seite mit, dass es Besuch vom Veterinäramt gab. Die Amtstierärztin hatte den Hof unter die Lupe genommen sich einen Eindruck von der Situation vor Ort gemacht. Nun konnte auf Grundlage des Tierschutzgesetzes (TierSchG) die Erlaubnis, ein Tierheim für Kaninchen und Meerschweinchen zu unterhalten, erteilt werden.

„Wir haben uns nach TierSchG §11 zertifizieren lassen. Damit dürfen wir ‚Tiere in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung‘ halten. Dieses Zertifikat sollte jede größere Pflegestelle, jeder Tierschutzverein, der Tiere beherbergt und/oder vermittelt, und natürlich auch jedes Tierheim haben“, erklärt Sonja Stefan, Gründerin und Erste Vorsitzende des Vereins.

Bei dem Besuch durch das Veterinäramt wurden die Gegebenheiten der Tierhaltung und auch die Sachkunde der Verantwortlichen kontrolliert. So wurde unter anderem das Fachwissen der Vereinsgründerin, in erster Linie über Meerschweinchen und Kaninchen, erfragt. „Unter anderem wird das Wissen über die Tierart geprüft, wie beispielsweise die häufigsten Erkrankungen, woran man sie erkennt und der Umgang mit Medikamenten“, erklärt sie. Natürlich gehöre aber auch dazu, dass man genau weiß wie die Tierart artgerecht zu halten ist. Man muss mit der aktuellen Empfehlung zur Haltung von der tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) vertraut sein und sich mit gesunder Ernährung auskennen.

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Letztendlich konnte der Verein überzeugen. Eine Auflage muss der Tierschutzhof künftig aber noch erfüllen, wie der Verein auf Facebook mitteilt: „Unsere Quarantäne-Bereiche im Stall müssen im kommenden Jahr renoviert werden, um eine bessere Desinfektion zu gewährleisten. Das bedeutet abwischbare Flächen in den ehemaligen Schweinebuchten, die aktuell ‚nur‘ aus Beton sind.“ Alles in allem ist der Verein sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Aber was hat diese Zertifizierung nun eigentlich für Folgen? „Es ändert sich nicht viel für uns, wir wurden als geeignete tierheimähnliche Einrichtung zertifiziert und dürfen Tiere aufnehmen und vermitteln, genau wie ein Tierheim“, erläutert Sonja Stefan, „Wir finden es besonders wichtig, damit Unterstützer, Adoptanten und Tierschutzkollegen eine Sicherheit haben, dass bei uns alles seriös abläuft.“ (mik)