Der Polizei wurde am Dienstag, 19. M├Ąrz, ein Enkeltrick-Versuch gemeldet. Eine 88-j├Ąhrige Frau aus Bad M├╝nder erhielt einen Anruf von einer weiblichen Person, die sich als ihre Nichte ausgab. Die Anruferin soll angegeben haben, bei einem Anwalt in Hannover zu sein und Bargeld als Anzahlung auf eine Wohnung zu ben├Âtigen.

Da sich die Anruferin mit dem tats├Ąchlichen Vornamen der echten Nichte der Seniorin meldete, ahnte diese nichts B├Âses und sagte zu, die ben├Âtigte Summe von der Bank abzuholen.

Gl├╝cklicherweise sch├Âpfte ein Mitarbeiter der Bank Verdacht, dass es sich um einen sogenannten Enkeltrick handeln k├Ânnte. Er fragte nach dem Grund f├╝r die Abhebung einer solchen Summe. Nachdem die 88-J├Ąhrige ihm diesen nannte, riet der Mitarbeiter der Frau, ihr Geld auf ihrem Konto zu belassen. Im Anschluss informierte die Bank die Polizei.

Ob die T├Ąter zuf├Ąllig den richtigen Namen der Nichte nannten oder die Seniorin zuvor ausspioniert hatten, ist unklar.

Die Polizei gibt f├╝r solche F├Ąlle folgende Tipps:
Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grunds├Ątzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
Geben Sie keine Details zu Ihren famili├Ąren und finanziellen Verh├Ąltnissen preis.
Lassen Sie sich nicht dr├Ąngen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu ├╝berpr├╝fen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt best├Ątigen.
Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangeh├Ârige oder anderen Ihnen nahestehende Personen.
├ťbergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
Kommt Ihnen ein Anruf verd├Ąchtig vor, informieren Sie unverz├╝glich die Polizei unter der Nummer 110.
Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenh├Ąnge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die T├Ąter zu ├╝berf├╝hren.
Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abk├╝rzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So k├Ânnen die T├Ąter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum ├ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
Bewahren Sie Ihre Wertsachen, beispielsweise h├Âhere Geldbetr├Ąge und andere Wertgegenst├Ąnde nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschlie├čfach.

(red)