Das Wisentgehege in Springe ist zwar wegen der Corona-Pandemie geschlossen, aber der Betrieb läuft natürlich weiter. Wie das Wildpark-Team mitteilt, greift derzeit ein wilder Milan aktiv in das Training auf dem Falkenhof ein:

“Eine ungewöhnliche Bewerbung kam in den letzten Tagen im Falkenhof reingeflattert, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein wilder Rotmilan, wir sind sicher, dass es ein Weibchen ist, besucht seit Tagen regelmäßig das Training im Falkenhof. Eine Bewerbung als freier Mitarbeiter?”, heißt es in der Mitteilung. Gefiederte Gäste seien über dem Falkenhof gar nicht so selten. Häufig würden Bussarde oder Rotmilane das Treiben auf dem Falkenhof beobachten und auch ein Seeadler habe schon zu den Besuchern gehört. “Dass aber einer dieser wilden Gesellen sich direkt in das Areal traut und im laufenden Trainingsbetrieb Belohnungshappen einsammelt, die das Stammpersonal übersehen hat, ist einzigartig.”

Obwohl die Geschichte an sich ist ganz schön sei, werde man diese Bewerbung ablehnen. “Wir werden den wilden Vogel natürlich nicht an Fütterung aus Menschenhand gewöhnen”, lautet es in der Mitteilung. Abgesehen davon, stelle das Tier für einige der Vögel im Wisentgehege tatsächlich eine Gefahr dar. Adler, Bussarde und die großen Falken sind nicht gefährdet, aber zum Beispiel Turmfalken könnten zur Beute für den großen Greifvogel werden. Man hoffe deshalb, dass die Dame sich in den nächsten Tagen zur Brut zurückzieht und den Falkenhof als Nahrungsquelle vergisst.

Noch eine nette Nachricht aus dem Wildpark: Das Team erwartet in den nächsten Tagen Nachwuchs bei den Wildschweinen. (red)