Am Sonntagabend, 15. März, kam es in der Altstadt von Bad Münder zu einem Wohnhausbrand. Personen wurden nicht verletzt.

Kurz vor 23 Uhr bemerkte ein Anwohner in der Echternstraße Brandgeruch. Der Mann alarmierte die Feuerwehr und teilte dabei mit, dass sich noch Personen im betroffenen Gebäude aufhalten sollen.

Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Bad Münder war nach der Alarmierung schnell vor Ort und konnte neben einer starken Rauchentwicklung auch Flammenschein aus dem Bereich eines Schuppens neben dem Wohnhaus erkennen. Sofort wurden vier Bewohner des Hauses evakuiert und unverletzt ins Frei gebracht.

Kurz darauf kam es zu einer Durchzündung und die Flammen griffen über das Dach auf das Wohngebäude über. Durch starken Funkenflug bestand die Gefahr, dass auch angrenzende Häuser in Brand geraten könnten, so dass vorsorglich auch die Bewohner dieser Häuser evakuiert wurden.

Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass sich das Feuer im historischen Stadtkern nicht weiter ausbreiten konnte.

Der Schuppen und eine ehemalige Stallung wurden Raub der Flammen. Das Fachwerkwohnhaus wurde durch den Brand stark beschädigt. Der Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt.

Der Besitzer eines nahegelegenen Cafés stellte seine Räumlichkeiten zur kurzfristigen Unterbringung der evakuierten Bewohner zur Verfügung und sorgte für wärmende Getränke.

Bürgermeister Hartmut Büttner machte sich vor Ort ein Bild der Lage und ließ Notunterkünfte zur Verfügung stellen, da die Bewohner in das unbewohnbar gewordene Haus nicht zurückkehren konnten.

Neben der Polizei aus Bad Münder und Hameln waren die Feuerwehren der umliegenden Ortsteilen, die Feuerwehr Springe, der ABC-Zug aus Marienau, das DRK Bad Münder und das Technische Hilfswerk am Brandort. Insgesamt waren mehr als 170 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Brandort wurde beschlagnahmt.

***Update, 18. März***

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Brandursachenermittler der Polizei suchen am Brandort nach Spuren. Foto: Polizei

Die polizeilichen Ermittlungen am Brandort sind abgeschlossen. Das vom Brand betroffene Fachwerk-Wohnhaus mit Scheune und ehemaligem Stall an der Echternstraße wurde vom Kriminalermittlungsdienst der Polizei Bad Münder und von Brandursachenermittlern vom Fachkommissariat 1 der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden aufgesucht.

Soweit es im einsturzgefährdeten Gebäudetrakt möglich war, wurde im Schutt und an den Gebäuderesten nach Spuren einer möglichen Brandausbruchsstelle gesucht.

Nach Abschluss der schwierigen Spurensuche und nach Auswertung von Zeugenaussagen, insbesondere des Brandentdeckers, kommen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass der Brand an der Holzdecke im ehemaligen Stall ausgebrochen ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine stromführende Kabelleitung unter der Holzdecke verursacht wurde. Man geht von einem technischen Defekt in der Stromleitung bzw. der Deckenlampe aus, an der die Leitung endete. (red)