Schleimfluss und Bakterien: Ab 12. August Baumfällungen in Bad Pyrmont

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Bäume Schwarzbuch Hameln
Symbolfoto: Brümmer

Deutschlands Wälder leiden derzeit extrem unter den Folgen der seit dem vergangenen Jahr anhaltenden Trockenheit. Davon ist auch der Stadtforst Bad Pyrmont in ungewöhnlich starker Weise betroffen.

Nach Angaben aus dem Pyrmonter Rathaus sind fast alle Baumarten mittlerweile infolge des permanenten Wassermangels geschwächt. Insbesondere die Fichte habe den seit dem vergangenen Jahr massenhaft auftretenden Borkenkäfern nichts mehr entgegenzusetzen und sei dem Untergang geweiht. Wesentlich schlimmer sei jedoch das seit einigen Wochen zu beobachtende Absterben von Buchen, dem „Brotbaum“ der Pyrmonter Stadtforst. Sie bildet mit einem Anteil von rund 75 Prozent an den vorkommenden Baumarten den wirtschaftlichen Schwerpunkt.

Man geht davon aus, dass aufgrund des akuten Wassermangels vornehmlich an Altbuchen der sogenannte „Schleimfluss“ auftritt, der sich durch feuchte, dunkelbraune Flecken auf der Rinde bemerkbar macht und dort das Eindringen von Bakterien und Schadinsekten in den Baum erleichtert. Schleimflussgeschädigte Buchen sterben in der Regel nach ein bis zwei Jahren, im Zusammenwirken mit anderen Schadfaktoren auch früher, ab.

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Im Laufe des Sommers haben sich nun insbesondere an Altbuchen überwiegend schwach belaubte Kronen, abgestorbene Kronenteile und Äste sowie gänzlich abgestorbene Bäume gezeigt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen diese Bäume an Straßen und Wegen vorrangig gefällt werden.

Das Stadtforstamt wird diese Arbeiten in den kommenden Wochen durchführen. Von Montag, 12. August, bis Freitag, 16. August, werden zunächst Baumfällungen an der Bombergstraße (Zu- und Abfahrt Sennhütte) vorgenommen. Dieser Bereich wird weiträumig abgesperrt. Die Zufahrt zur Sennhütte erfolgt dann über „Langer Grund“, die Abfahrt über die Hannackenstraße in Richtung Holzhausen. Die Umleitung wird entsprechend ausgeschildert.

Waldbesucher werden um Verständnis dafür gebeten, dass die betroffenen Straßen und Wege abschnittsweise für den Besucherverkehr gesperrt werden müssen. Angesichts der mit den Fällungsarbeiten verbundenen Gefahren sollten die Absperrungen strikt beachtet werden.

(red)