Die Stadt Bad Pyrmont will die UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene umsetzen. B├╝rgermeister Klaus Blome hat dazu gemeinsam mit dem Gesch├Ąftsf├╝hrer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Dominik B├Ąr, eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im n├Ąchsten Schritt werde die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Bad Pyrmont besser zu sch├╝tzen, zu f├Ârdern und zu beteiligen.

F├╝r den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt werden soll, vergibt der Verein das Siegel “Kinderfreundliche Kommune”. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.

Bad Pyrmont ist nach Wolfsburg, Algermissen und der Wedemark die vierte nieders├Ąchsische Kommune, die sich dem Programm anschlie├čt. In Bad Pyrmont leben ├╝ber 2.700 Kinder und Jugendliche. B├╝rgermeister Klaus Blome betont: “Mit der Teilnahme am Programm ,Kinderfreundliche Kommunen’ konzentrieren wir uns vermehrt auf die Entwicklungspotentiale und St├Ąrken unserer Stadt und bauen diese aus. Von der Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen erwarten wir Anregungen und Unterst├╝tzung, um die Situation von Kindern und Jugendlichen konkret zu verbessern.”

“Wir begr├╝├čen Bad Pyrmonts Willen, sich unserem Programm anzuschlie├čen und damit die Interessen von Kinder und Jugendlichen st├Ąrker in den Blick zu nehmen”, sagt Dominik B├Ąr und erkl├Ąrt: “In diesem Sinne kann das Jugendparlament, das seit 20 Jahren besteht, ein guter Ausgangspunkt f├╝r die weiteren Schritte sein. ├ťber die Partizipation von Kindern und Jugendlichen hinaus wird eine zentrale Aufgabe darin liegen, die Kinderrechte auf allen Ebenen von Politik und Verwaltung zu verankern. Wir freuen uns darauf, Bad Pyrmont auf diesem Weg zu begleiten.”

So funktioniert das Programm

Das Programm “Kinderfreundliche Kommunen” l├Ąuft vier Jahre und kann anschlie├čend verl├Ąngert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Best├Ątigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung pr├╝ft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel f├╝r die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese setzt sich seit 1996 international daf├╝r ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter K├Âln, Potsdam, Hanau, Regensburg und Stuttgart.

Das Programm “Kinderfreundliche Kommunen” wird gef├Ârdert vom Bundesministerium f├╝r Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (red)