Behördenversagen? Landrat Bartels äußert sich zu Missbrauchsfällen in Lügde

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Missbrauch Lügde Landrat
Landrat Tjark Bartels nimmt Stellung zum Missbrauchsfall in Lügde. Foto: Brümmer

Die Ermittlungen zu den jahrelangen Missbrauchsfällen auf einem Campingplatz in Lügde laufen auf Hochtouren, doch über allem schwebt die Frage: Wie kann so etwas passieren?

Am heutigen Dienstag, 5. Februar, äußerte sich Landrat Tjark Bartels (SPD) bei einer Pressekonferenz im Kreishaus zu einem Fall, bei dem auch das Jugendamt Hameln-Pyrmont zuständig ist.

Das Opfer hat mit dem mutmaßlichen Täter auf dem Campingplatz gelebt und laut Bartels gab es keine Hinweise auf sexuellen Missbrauch. Einmal die Woche haben externe Betreuungsdienste nach dem Pflegekind geschaut. Es sei der Wunsch der Mutter gewesen, dass ihr Kind bei dem Hauptverdächtigen lebte und nach einer Prüfung von rund sieben Monaten habe das Jugendamt zugestimmt. Es habe Hinweise auf Verwahrlosung gegeben, doch dies sei wiederum kein Hinweis auf einen Missbrauch erklärte Bartels. Die Situation auf dem Campingplatz sei zwar grenzwertig, aber „in Ordnung und stabilisierbar“ gewesen.

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Ob das Jugendamt Hameln-Pyrmont einen Fehler gemacht hat, könne Bartels bisher nicht sagen, da die Akten bei der Staatsanwaltschaft liegen. „Wenn ein Fehler gemacht worden ist, wird es Konsequenzen geben“, so Bartels. Zudem erklärte der Landrat, dass neue Stellen geschaffen werden sollen, um die Prävention gegen Missbrauch zu stärken und gerade Kindern eine Stimme zu geben.

Weitere Informationen zu den Missbrauchsfällen in Lügde gibt es in unserer nächsten Ausgabe am 8. Februar.

(lbr)