„Lebens(un)wert“ – Gedenkveranstaltung zum 27. Januar in Bad Pyrmont

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Das Bad Pyrmonter Rathaus. Foto: Archiv

Seit 1999 veranstaltet der städtische Arbeitskreis 27. Januar in Bad Pyrmont regelmäßig ein Gedenken, das von dem Altbundespräsidenten Roman Herzog 1995 zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz angeregt worden ist. Sie erfolgte am 27. Januar 1945 durch russische Truppen. Ziel dieses Gedenken ist es, an die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und an deren unzählige Opfer zu erinnern.

Nach den Vorstellungen des Initiators sollte jede Kommune ihre eigene Form des Gedenkens finden. In Bad Pyrmont wurde zu diesem Zweck ein Arbeitskreis gebildet. Darin sind neben privaten Teilnehmern auch die Parteien, die Kirchengemeinden, die Jüdische Gemeinde und die Schulen vertreten.

In den vergangenen Jahren widmete sich der Arbeitskreis unterschiedlichsten Opfergruppen und Themen der nationalsozialistischen Zeit. In diesem Jahr geht es um den Umgang mit Menschen, die im Sinne der Nationalsozialisten als „unwertes Leben“ betrachtet und somit nicht nur weggesperrt, sondern auch ermordet und zu medizinischen Versuchen und Forschungen missbraucht wurden. Hierüber wird die Leiterin der Lüneburger Gedenkstätte, Frau Dr. Carola Rudnick, berichten. Zudem werden Bad Pyrmonter Zeitzeugen ergänzen können.

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Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Bad Pyrmont, Herrn Klaus Blome, und des städtischen Arbeitskreises 27. Januar widmet sich die diesjährige Gedenkveranstaltung dem Thema „Lebens(un)wert“ am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Im Foyer wird zudem eine kleine Ausstellung Bezug nehmen.

Schülerinnen und Schüler der Max-Born-Realschule stellen in der Gedenkveranstaltung ihre Recherchen zum Thema Euthanasie vor. Sie übernehmen auch die musikalische Begleitung der Veranstaltung.

(red)