Landrat Tjark Bartels rÀumt in Pressekonferenz Fehler ein

Immer mehr Skandale ranken sich um die schweren MissbrauchsfĂ€lle, die sich ĂŒber Jahre auf einem Cmapingplatz bei LĂŒgde erstreckt haben. In der heutigen Pressekonferenz im Kreishaus in Hameln, ging es wieder um den Fall des kleinen MĂ€dchens (heute acht Jahre alt), welches auf dem Campingplatz bei dem HauptverdĂ€chtigen Andreas V. lebte. Das Jugendamt Hameln-Pyrmont war zustĂ€ndig fĂŒr das Kind, welches nach dem Wunsch der Mutter bei dem Mann lebte.

Konkret ging es heute um die Akte des MĂ€dchens, die von der Staatsanwaltschaft Detmold im Dezember 2018 beschlagnahmt wurde und erst jetzt vom Landkreis aufgearbeitet werden konnte. Aus dieser Akte geht hervor, dass es bereits vor den Ermittlungen, drei voneinander unabhĂ€ngige Hinweise auf mögliche PĂ€dophilie gab. Laut Bartels sei das Jugendamt den Hinweisen jeweils einzeln nachgegangen und die zustĂ€ndigen Betreuer hĂ€tten keine GefĂ€hrdung des Kindeswohls erkennen können. „Die Gesamtschau der drei Hinweise betrachten wir als Fehler“, rĂ€umte Bartels heute ein. Der Landrat sprach von einem Tunnelblick, den die Mitarbeiter vielleicht hatten. Um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden, will man eine externe Sicht hinzuholen.

Zudem teilte der Landrat mit, dass ein weiterer Mitarbeiter des Jugendamtes freigestellt wurde, da dieser Teile der Akte des MÀdchens im vergangene Jahr gelöscht haben soll. Bereits zuvor wurde ein Mitarbeiter wegen Akten-Manipulation freigestellt.

(lbr)