Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben mittlerweile 41 Opfer identifiziert und gehen noch elf VerdachtsfĂ€llen nach. Ermittlungen fĂŒhrten dazu, dass aus einem der bislang zwölf VerdachtsfĂ€lle ein Opferfall wurde. DarĂŒber hinaus konnte ein Verdachtsfall ausgerĂ€umt werden und ein neuer kam hinzu. Die Polizei Bielefeld fĂŒhrt umfangreiche Opferschutzmaßnahmen durch, darunter wurden bislang 45 OpferschutzgesprĂ€che gefĂŒhrt.

Das Ziel bei den polizeilichen Opferschutzmaßnahmen ist es, eine umfĂ€ngliche verfahrensbegleitende Betreuung – insbesondere der betroffenen Opfer und deren Angehörigen – vor, wĂ€hrend und nach den polizeilichen Vernehmungen zu gewĂ€hrleisten. In allen FĂ€llen werden entsprechende Erreichbarkeiten der Betreuungsbeamten bei den Opferfamilien hinterlassen, so dass fortwĂ€hrend eine Kontaktaufnahme mit der Polizei möglich ist.

Die intensive Betreuung der Opferfamilien findet durch ausfĂŒhrliche Vorstellung der Opferschutzmaßnahmen, AushĂ€ndigung von Informationsmaterial und Vermittlung an Hilfsorganisationen statt. Die Sorgeberechtigten werden in diesem Rahmen ĂŒber den Ablauf des Strafverfahrens, rechtliche Möglichkeiten der Nebenklage, Opferanwalt, AdhĂ€sion und ĂŒber die Stellung eines Antrags nach dem OpferentschĂ€digungsgesetz informiert.

Die kindlichen Opfer werden nach individueller Auswahl und mit EinverstĂ€ndnis der Eltern durch qualifizierte Betreuung ĂŒber die Ă€rztlichen Beratungsstellen auf die DurchfĂŒhrung der polizeilichen Maßnahmen vorbereitet. Sie werden psychologisch stabilisiert, um beispielsweise eine Traumatisierung durch Vernehmungssituationen zu verhindern. Mit allen Opferfamilien wird mehrfach und eigenveranlasst Kontakt aufgenommen mit dem Ziel, dass diese entsprechende Angebote in Anspruch nehmen.

DarĂŒber hinaus besteht eine fortlaufende Kooperation mit der Opferschutzbeauftragten des Landes NRW sowie den polizeilichen Betreuungsdienststellen in Niedersachsen.