In der Region ist sie bekannt: die grĂ¶ĂŸte Volkstrauertagsveranstaltung des Weserberglandes in Bad Pyrmont. An ihr nahmen zahlreiche bekannte GĂ€ste teil, wie Landrat Tjark Bartels, der frĂŒhere MdB Michael Vietz, MdB Johannes Schraps, Bundestagskandidat Klaus-Peter Wennemann, Bundestagskandidatin Ute Michel, MdL Ulrich Watermann.

Diese Veranstaltung, zu deren Teilnahme sogar der NDR aufrief, entwickelte sich neben Trauer fĂŒr die Kriegstoten auch mehr und mehr zu einer VölkerverstĂ€ndigung, da immer wieder auslĂ€ndische GĂ€ste aus Russland und Frankreich daran teilnahmen. Auch Vertreter des Integrationsrates und sĂ€mtliche Parteien des Stadtrates unterstĂŒtzten die gut besuchte Veranstaltung.

“Ich richte unsere Bad Pyrmonter Veranstaltung seit 1992 aus und bin sehr stolz auf diese Entwicklung, die durch die gute stĂ€dtische UnterstĂŒtzung sowie die Hilfe der Vereine und zahlreicher Personen möglich ist”, erklĂ€rt der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche KriegsgrĂ€berfĂŒrsorge Helmut Eichmann.

Nun haben bisher unbekannte TĂ€ter die KrĂ€nze entfernt und in die Schlossgraft geworfen. Eichmann: “Eine unfassbare Tat. Was sind das fĂŒr Menschen?” Er selbst hat von diesem Vorfall lediglich aus der Zeitung erfahren und sofort Strafanzeige erstattet, was auch der BĂŒrgermeister Klaus Blome fĂŒr angemessen hielt. “In keinem anderen europĂ€ischen Land ist so ein Vorfall denkbar. Sowohl die meist jungen Soldaten, die eingezogen wurden und in den Tod gingen als auch die gefallenen Bundeswehrsoldaten haben es verdient, dass ihnen und den anderen Opfern von Krieg und Gewalt ein ehrendes Andenken gewĂ€hrt wird. Ich werde trotz solcher gezielten Störaktionen weiterhin fĂŒr Frieden und VölkerverstĂ€ndigung kĂ€mpfen”, so Eichmann.

Nun hat er BĂŒrgermeister und Stadtrat aufgefordert, öffentlich Stellung zu nehmen.

(red)