Neues zum schweren Kindesmissbrauch in Lügde: 31 Opfer identifiziert

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Polizei Blaulicht
Symbolbild. Foto: Archiv

In den vergangenen Tagen wurden weitere Opfer von schwerem sexuellem Missbrauch auf dem Campingplatz „Eichwald“ in Lügde/Elbrinxen bekannt. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Bielefeld mitteilen, ist die Zahl der bislang bekannten Opfer auf 31 gestiegen. Es handele sich hierbei um 27 Mädchen und vier Jungen. Sie sollen zur jeweiligen Tatzeit zwischen vier und 13 Jahren alt gewesen sein.

Über das Hinweistelefon gingen beim Polizeipräsidium in der Zeit zwischen Donnerstag, 31. Januar und Freitag, 8. Februar insgesamt 63 Hinweise ein. Allen Hinweisen werde akribisch nachgegangen. Das Hinweistelefon beim Polizeipräsidium Bielefeld ist unter der Nummer 0521/545-4215 zu erreichen.

Die Ermittlungskommission „Eichwald“ besteht derzeit aus 51 Ermittlern. Dazu zählen auch Polizeibeamte anderer Behörden aus dem Regierungsbezirk Detmold sowie aus ganz NRW. Die IT-Auswertung findet dabei auch teilweise dezentral und nicht im PP Bielefeld statt. Neben den Ermittlungen initiiert die Polizei Bielefeld Opferschutzmaßnahmen für die Geschädigten und bietet psychosoziale Unterstützung für eingesetzte Polizeibeamte an.

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Vorrangige Ziele der Ermittlungskommission seien eine beweiskräftige Sicherung des Strafverfahrens und die Identifizierung von möglichen weiteren Opfern und Tatverdächtigen sowie die Verhinderung von möglichem weiterem Missbrauch, heißt es von der Polizei. Dazu finden aktuell IT-Auswertungen, Vernehmungen, Durchsuchungen und sonstige weitere Ermittlungen statt.

Außerdem ermittelt das Polizeipräsidium Bielefeld wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt gegen Polizeibeamte und wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht gegen Mitarbeiter von Jugendämtern.

Weitere Informationen und Erkenntnisse gibt es u.a. unter: www.neue-woche.com/startseite/missbrauchsfaelle-in-luegde-haben-die-behoerden-versagt

(red)