Verkehrskontrolle deckt Unfallflucht auf – Sprinter zu schnell unterwegs

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Unfall_Sprinter_Bad Pyrmont
Der Sprinter blieb nach dem Überschlag auf der Seite liegen. Aus dem Motor lief Öl aus. Foto: Polizei

Eine Polizeistreife kontrollierte am Mittwoch, 6. Februar, gegen 1.30 Uhr an der Einmündung „Auf der Schanze/Grenzweg“ einen Pkw BMW mit vier Insassen. Da die Insassen den Beamten bereits bekannt waren, nahmen sie das Fahrzeug „in Augenschein“. Dabei fanden sie im Fußraum das vordere Kennzeichen eines Mercedes Sprinter aus Bielefeld. Angeblich gehörte dieses Kennzeichen keinem der Fahrzeuginsassen und sie konnten auch nicht erklären, wie es in das Fahrzeug gelangt sein könnte. Nach der Personalienfeststellung wurde die Kontrolle beendet, eine Halterbefragung in Bielefeld sollte im Laufe des Tages erfolgen.

Gegen 6 Uhr erschienen dann zwei der Fahrzeuginsassen, ein 24-jähriger Mann und eine 44-jährige Frau aus Bad Pyrmont, bei der hiesigen Polizeiwache und gaben an, am Vorabend, gegen 23.30 Uhr, einen Verkehrsunfall mit dem Bielefelder Sprinter, zu dem das von den Beamten gefundene Kennzeichen gehörte, gehabt zu haben. Sie seien den Grenzweg, von der ehemaligen Bombergklinik kommend, bergab gefahren. Wegen eines Wildtieres auf der Fahrbahn seien sie von der Straße abgekommen und mit dem Sprinter verunglückt. Lediglich die Frau sei leicht verletzt und am Wagen sei Sachschaden entstanden.

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Eine Überprüfung des 24-jährigen Fahrers ergab den Verdacht auf Betäubungsmitteleinwirkung. Von dem Mann wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein hatte er nicht dabei.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme vor Ort stellte die Polizei fest, dass der Sprinter vermutlich infolge nicht angepasster Geschwindigkeit von der Straße abgekommen und mit einem Baum kollidiert war. Danach hatte sich das Fahrzeug auf dem stark abschüssigen Hang überschlagen und war auf der Seite liegen geblieben.

Auf dem Hang waren Motorflüssigkeiten ausgetreten. Die Bergung gestaltete sich schwierig und dauerte bis 11 Uhr an. Ausgelaufenes Öl musste ausgekoffert werden. Der Sachschaden wird auf 30.000 Euro geschätzt.

(red)