Neue, moderne und hochauflösende Endoskope in der Funktionsdiagnostik des Agaplesion ev. Bathildiskrankenhauses in Bad Pyrmont sollen den Patienten mehr Sicherheit und Komfort bei den Untersuchungen bieten. Insbesondere die Bauchspannung bei der Spiegelung des Magendarmtraktes werde durch die Verwendung von Kohlendioxid anstatt normaler Raumluft verringert.

Die Bauchspannung ist fĂŒr viele Patienten, vor allem nach einer Darmspiegelung, das Unangenehmste. “Die Darmspiegelung mit dem medizinischen Gas CO2 (Kohlendioxid) anstatt mit normaler Raumluft bringt deutliche Vorteile fĂŒr den Patienten mit sich. CO2
besitzt den Vorzug einer circa 150-fach schnelleren Aufnahme (Resorption) aus dem Darm
als die bisherige Raumluft – dieser Effekt beginnt bereits wĂ€hrend der Untersuchung”, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. Das eingesetzte CO2 werde rasch und vollstĂ€ndig unbemerkt ĂŒber die Lunge abgeatmet. Dadurch sollen BlĂ€hungen und Bauchschmerzen, wie sie bisher unter Verwendung von Raumluft auftreten konnten, nach der Darmspiegelung nahezu vollstĂ€ndig verhindert werden. Das eingesetzte CO2 sei in zahlreichen medizinischen Studien untersucht worden und habe sich als sicher und effektiv erwiesen.

Neben neuen Koloskopen fĂŒr Darmspiegelungen sind noch neue Gastroskope fĂŒr Magenspiegelungen und neue Endosonographie-Endoskope fĂŒr gezielte Sonographie und Punktionen der inneren Organe im Einsatz der Funktionsdiagnostik vom Bathildiskrankenhauses.

Alle Endoskope sind mit HDTV-BildqualitĂ€t und NBI-Modus ausgestattet. NBI bedeutet Narrow Band Imaging. Diese Technik ermöglicht eine hochauflösende und erheblich kontrastreichere Darstellung der SchleimhautoberflĂ€che und der BlutgefĂ€ĂŸe im Magendarmtrakt und erzielt somit, insbesondere im Hinblick auf die Erkennung von Krebs und die Charakterisierung verdĂ€chtiger Schleimhautareale, einen großen klinischen Vorteil. Dazu kommt eine variable Steifigkeit der Koloskope, die eine Schlingenbildung des Koloskops verhindert. Die Steifigkeit des Koloskops kann individuell angepasst werden, um
der jeweiligen Anatomie des einzelnen Patienten gerecht zu werden.

Sektionsleitung der Gastroenterologie Dr. med. Valentina Youssef freut sich ĂŒber die
neuen Endoskope: „So können wir unseren Patienten noch mehr Sicherheit und Komfort
bieten.“

(red)