In der DRK-Kita Neue Straße in Emmerthal endete am 8. Januar ein etwas anderes Eltern-Programm. Betitelt wurde es von den Teilnehmern als: „Ein bisschen wie Wellness – oder wie eine Selbsthilfegruppe“.

Gestartet haben im Oktober 13 Elternteile, die sich auf „Schatzsuche-Förderung fĂŒr das seelische Wohlbefinden“ ihres Kindes begeben wollten. Die Reise erstreckte sich ĂŒber sechs Treffen von jeweils zweieinhalb Stunden. Meist dauerten die Treffen auch etwas lĂ€nger, da sich die Eltern sich nur zu engagiert und voller Ideen austauschten.

“Die Schatzsuche ist ein Eltern-Programm fĂŒr KindertagesstĂ€tten und wurde von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Gesundheitsförderung e.V. (HAG) entwickelt. Es folgt einem ressourcenorientierten Ansatz. Die Aufmerksamkeit der Erwachsenen richtet sich auf die StĂ€rken und Schutzfaktoren der Kinder. Durch StĂ€rkung der Resilienz wird das seelische Wohlbefinden gefördert”, heißt es auf der Website zum Eltern-Programm. NĂ€here Infos gibt es unter www.schatzsuche-kita.de.

Mit zwei zertifizierten FachkrĂ€ften der Kita, Ute Schramm und Anja Kleinekorte, gingen alle Teilnehmer in Emmerthal gemeinsam das erste Mal auf die Schatzsuche. „Das Besondere an diesem Programm ist, dass es eine tolle AtmosphĂ€re schafft und Eltern bei ihren Erziehungsstrategien motiviert. Schatzsuche ist ein niedrigschwelliges Angebot fĂŒr ALLE Eltern!“; so Schramm.

Bei den Treffen gibt es einen festen Rahmen: Einstiegs-, Pausen- und Abschlussrituale. Innerhalb dieses Rahmens wird mit kreativen Methoden und hochwertigen, praxisnahen und bildhaften Materialien aus dem dazugehörigen Medienpaket gemeinsam diskutiert, erarbeitet und ausgetauscht.

Die SchĂ€tze – Inhalte des Eltern-Programms:
1. Die Schatzsuche beginnt: Kennenlernen und gemeinsam anfangen – EinfĂŒhrung ins Thema Resilienz und Schutzfaktoren.
2. Spurensuche: Entwicklung von Kindern verstehen – Entwicklungsaufgaben von Kindern, Ressourcen und Entwicklungschancen erkennen und nutzen.
3. Eine Kiste voller GefĂŒhle: Was GefĂŒhle sagen – Wahrnehmung und Empathie, eigene GefĂŒhle und GefĂŒhle von anderen wahrnehmen.
4. Bei Wind und Wetter: Streit und Lösung – Streitkultur und respektvolles Miteinander.
5. Wegweiser: Alltag und Familienrituale – FreirĂ€ume fĂŒr Eigenes und Gemeinsames, Umgang mit Ritualen.
6. Große und kleine SchĂ€tze: UnterstĂŒtzungsangebote, Ausblick und Abschluss – Reflexion der gemeinsamen Reise, Angebote aus dem Stadtteil kennenlernen.

Am Ende der Reise waren alle ein bisschen traurig. „Wir haben gemerkt, wir sind gar nicht so alleine mit unseren „Problemen“.” und „Es hat einfach „Klick“ gemacht, wir haben gemerkt, dass man dies fĂŒr uns vorher „Schlechten Verhaltensweisen“ der Kinder eigentlich SchĂ€tze sind und Schutzfaktoren fĂŒr ihr Leben bergen!“ waren einige der RĂŒckmeldungen der Eltern.

(red)