Erneut Biker in Rühler Schweiz und Kirchbraker Senke kontrolliert

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Biker-Kontrolle
Erneut wurden Motorradkontrollen in der Rühler Schweiz und Kirchbraker Senke durchgeführt. Foto: Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

Die Polizei Bodenwerder führte am Sonntag, 8. juli, erneut eine Motorrad-Kontrolle auf der Bundesstraße 240 (Parkplatz Kirchbraker Senke) sowie auf der Kreisstraße 33 (Parkplatz Rühler Schweiz) durch. Bereits am 22. April fand eine entsprechende Kontrolle in Rühle statt (wir berichteten).

Dieses Mal setzte die Polizei Bodenwerder vorrangig auf Prävention. Durch intensive Gespräche sollten die Motorradfahrer hinsichtlich der Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Im Enthusiasmus des Bikens werde nämlich oftmals einiges vergessen, beispielsweise die fehlende „Knautschzone“, Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer oder Witterung.

Wie reagieren die Versicherungen bei einem Motorradunfall ohne die richtige Schutzausstattung? Wie sieht es aus bei technischen Veränderungen? Wie reagiert mein Motorrad auf regennasser Fahrbahn? Wie reagiere ich in gefährlichen Situationen? Diese und viele andere Fragen wurden thematisiert.

Ewald Proppe von der Verkehrswacht Weser-Solling Holzminden, der die Kontrolle tatkräftig unterstützte, konnte in seiner Tätigkeit als Fahrsicherheitstrainer die Fahrphysik von Motorrädern visualisieren und erklären. Gegenüber den Bikern betonte er auch die Wichtigkeit der richtigen Kleidung. Dazu war er selbst mit seinem Motorrad und in angemessener Motorradbekleidung erschienen.

Schnelles Fahren, basteln und schrauben am Motorrad sind oftmals ein Grund für schwere Verkehrsunfälle. Da es gilt, diese zu verhindern, wurden im Rahmen der Motorradkontrolle Geschwindigkeitsüberwachungen im Bereich des Polizeikommissariats durchgeführt. Fünf Motorradfahrer werden in der nächsten Zeit ihre Bußgeldbescheide erhalten, da sie erheblich zu schnell waren. Zwei von ihnen müssen für jeweils einen Monat zu Fuß gehen.

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Die ganzheitlichen Kontrollen der Zweiräder übernahmen speziell darauf geschulte Polizeibeamte. Von insgesamt 68 überprüften Bikes hatten die Fachmänner bei 22 Fahrzeugen Beanstandungen zu vermelden. Zwölf Motorradfahrer mussten Verwarngelder von 15 bis 50 Euro zahlen. Gegen sechs wurden wegen erheblicher technischer Veränderungen und Mängel Verfahren eingeleitet. Vier Biker kamen mit mündlichen Verwarnungen davon.

Insgesamt zeigten sich die kontrollierten Motorradfahrer trotz der einen oder anderen Beanstandung einsichtig, heißt es von der Polizei. „Ich finde es gut, dass sie sowas machen…“ oder „Machen Sie weiter so…“ seien einige der positiven Reaktionen gewesen. Die Beamten waren mit dem Ergebnis der Schwerpunktkontrollen zufrieden.

Innerhalb dieser Saison sollen weitere Kontrollen im Bereich des Polizeikommissariats durchgeführt werden.

(red)