Illegale Fahrzeugrennen in Emmerthal? Polizei zieht Motorräder und Führerscheine ein

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Motorradfahrer
Symbolbild. Foto: Pixabay

In Emmerthal soll es innerhalb von wenigen Tagen zu zwei verbotenen Kraftfahrzeugrennen gekommen sein. Wie die Polizei mitteilt, verunfallte ein Motorradfahrer, ein weiterer wurde kontrolliert, bevor es zu einem Unfall kommen konnte.

ereigneten sich innerhalb von wenigen Tagen zwei Motorradunfälle. Beiden Unfällen sollen verbotene Kraftfahrzeugrennen vorausgegangen sein, wie die Polizei mitteilt.

Am Mittwoch, 5. Juni, verunfallte ein 20-jähriger Mann gegen 19.40 Uhr alleinbeteiligt auf der Hauptstraße, Richtung Kernkraftwerk (KKW). Die Suzuki GSX R 1000 auf der er unterwegs war, hatte sich der junge Mann aus Bad Münder von einem 32 Jahre alten Emmerthaler geliehen.

Der Unfall ereignete sich, wie die Polizei vermutet, aufgrund von deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Eine fast 90 Meter lange Bremsspur lasse darauf schließen, dass der 20-Jährige mit einer Geschwindigkeit von über 150 km/h die Straße befahren habe. Während des Bremsvorganges soll der Mann die Kontrolle über die Maschine verloren haben, sodass er einen Bordstein und ein angrenzendes Beet überfuhr. Die Suzuki wurde erst von einer Mauer (Zuwegung zum Infocenter des KKW) gestoppt, wo sie letztendlich zum Liegen kam.

Ein Rettungswagen brachte den Verletzten in ein Krankenhaus, welches er noch am selben Abend leichtverletzt verlassen durfte. Das Motorrad wurde bei dem Unfall beschädigt.

Dem Mann aus Bad Münder wird die Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens vorgeworfen. Sein Führerschein wurde mit seinem Einverständnis sichergestellt. Anders sah es mit der Suzuki GSX aus. Der Eigentümer war mit der Einziehung seiner Maschine nicht einverstanden. Das Motorrad wurde daher beschlagnahmt.

Von den anwesenden Zeugen will niemand den Unfallhergang beobachtet haben, so die Polizei.

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Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Montag, 10. Juni, an derselben Örtlichkeit. Gegen 17.40 Uhr beobachteten zwei Polizeibeamte im Rahmen der Streife einen männlichen Krad-Fahrer, der auf der Hauptstraße in Emmerthal, am Ortsausgang Kirchohsen, sein Motorrad wendete und dieses im Anschluss stark beschleunigte. Der Zweiradfahrer fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung KKW, wobei das Vorderrad der Honda CBR 1000 mehrfach abhob.

Die Beamten nahmen die Verfolgung des Motorradfahrers auf, um ihn anzuhalten und zu kontrollieren. Trotz einer dabei gefahrenen Geschwindigkeit von circa 130 km/h vergrößerte sich der Abstand des Motoradfahrers zum Streifenwagen. Erst am Ende der Hauptstraße stoppte der Zweiradfahrer seine Maschine und wendete sie, wodurch es den Polizeibeamten gelang aufzuschließen.

Bei der anschließenden Kontrolle machte der 37-jährige Mann aus Coppenbrügge keine Angaben zu dem Vorwurf der Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt, außerdem wurde die Honda als Tatmittel eingezogen.

„Laut § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB begeht derjenige ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen, wer sich im Straßenverkehr als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“, erklärt die Polizei.

(red)