Frank Werhahn schreibt:

Liebe Mitb├╝rgerinnen und Mitb├╝rger,

Bund und L├Ąnder haben eine vorsichtige Lockerung der Ma├čnahmen zur Bek├Ąmpfung des Corona-Virus in die Wege geleitet. Auch in Hessisch Oldendorf sind die Erleichterungen sp├╝rbar. So sind der Einzelhandel, die Friseursalons und auch das Rathaus nicht l├Ąnger geschlossen. Und nun kann auch die Gastronomie wieder G├Ąste bewirten. Auch die Kinderbetreuungseinrichtungen und die Schulen nehmen nach und nach wieder den Betrieb auf. Ich m├Âchte mich in diesem Zusammenhang bei allen geduldigen Eltern bedanken, die sich nun schon seit Wochen um die Betreuung ihrer Kinder in den eigenen vier W├Ąnden k├╝mmern. Insbesondere gilt mein Dank den Alleinerziehenden, denen wirklich viel abverlangt wird.

F├╝r unsere Stadt bedeutet das, dass fast alle Einzelh├Ąndler und Dienstleister wieder f├╝r die B├╝rgerinnen und B├╝rger da sind. Dar├╝ber sind wir sehr erleichtert. Die Lockerungen geschehen nur schrittweise, und diese behutsame R├╝ckkehr zu einer Normalit├Ąt, wie wir sie bisher kannten, ist gut und richtig. Denn wir alle m├╝ssen uns auch weiterhin in Geduld ├╝ben, die Erleichterungen d├╝rfen uns nicht zu Leichtsinnigkeit verleiten. Wie wir alle wissen: das Corona-Virus ist noch nicht verschwunden. Und auch die relativ geringe Infektionsrate in Hessisch Oldendorf mit zuletzt 10 bekannten Infektionsf├Ąllen darf uns nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Dieser vorsichtige Einstieg ist angezeigt, damit keine neuen Infektionsketten entstehen und die Zahl der Infizierten nicht wieder schneller ansteigt. Die j├╝ngst bekannt gewordenen Infektionsf├Ąlle in den Schlachthofbetrieben in NRW, wo offenbar Hygiene- und Abstandsvorschriften nicht im erforderlichen Ma├če eingehalten wurden, zeigen, dass weiterhin Vorsicht geboten ist.

Die getroffenen Ma├čnahmen zum Schutze der Bev├Âlkerung haben nicht nur tiefe Einschnitte f├╝r unser soziales Leben mit sich gebracht. Auch das politische Leben konnte nur stark eingeschr├Ąnkt weitergef├╝hrt werden. Sitzungen und Aussch├╝sse wurden vorerst ausgesetzt, Versammlungen abgesagt. Ab Juni ist geplant, dass hier im Rathaus die politischen Gremien wieder tagen und Aussch├╝sse und Stadtratssitzungen abgehalten werden ÔÇô nat├╝rlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestabst├Ąnde, empfohlener Hygieneregeln und in der kleinstm├Âglichen Besetzung.

Gerne h├Ątte ich meinen heutigen Appell an Sie mit der Aussicht abgeschlossen, dass wir alle in naher Zukunft zu unserem gewohnten Leben zur├╝ckkehren k├Ânnen. Dass das jedoch nicht so bald passieren wird, muss uns allen klar sein. Aber auch wenn wir noch weiterhin Einschr├Ąnkungen in Kauf nehmen m├╝ssen, so weisen die bisherigen Lockerungen aber doch in Richtung Normalit├Ąt und zeigen, dass die getroffenen Ma├čnahmen wirksam sind. Es ist wichtig, dass wir uns alle weiterhin konsequent an die Regeln halten, um nicht unsere bisherigen Erfolge zunichte zu machen.

Auch aus Solidarit├Ąt zu unseren Mitmenschen gilt es, die Zahl der Neuansteckungen so gering wie m├Âglich zu halten, damit unser Gesundheitssystem nicht zu stark belastet wird. Und ich m├Âchte dabei auch an Ihre Solidarit├Ąt mit den Gesch├Ąftsleuten und Gewerbetreibenden in unserer Stadt, die es jetzt besonders schwer haben, appellieren. Sie k├Ânnen im Internet zwar alles kaufen, aber nicht Service und Beratung, nicht das Zwischenmenschliche und nicht die Qualit├Ąt einer lebendigen Stadt, die wir f├╝r unser Zusammenleben dringend brauchen. Auch das zeigt die aktuelle Krise in aller Deutlichkeit, wie wichtig eine gute Versorgung in der unmittelbaren Nachbarschaft ist.

Halten Sie durch und bleiben Sie gesund!