Beitbandausbau: Provisorische Fahrbahndecke bleibt für ein paar Monate

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Fahrbahndecke Hessisch Oldendorf
Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

In den vergangenen Wochen wurde mehrfach eine schlechte Asphaltqualität in Abschnitten der Segelhorster und Langen Straße in Hessisch Oldendorf beklagt, in denen Breitbandkabel verlegt wurden.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont als Auftraggeber des Baus des Breitbandnetzes stellt diesbezüglich klar, dass es sich im Fall der angesprochenen „Holperstrecken“ um eine provisorische Fahrbahndecke handelt, die im Laufe des kommenden Jahres erneuert werden wird. „Es handelt sich keinesfalls um eine mangelhafte Ausführung der Asphaltarbeiten“, betont Bettina Remmert, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung beim Landkreis Hameln-Pyrmont.

„Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in den genannten Straßenabschnitten wurden die Breitbandkabel in einer Tiefe von 1,2 Meter verlegt. Auch bei fachgerechter Ausführung der Tiefbauarbeiten ist nicht gänzlich auszuschließen, dass sich durch das hohe Aufkommen an Schwerlastverkehr minimale Setzungen der Straßenoberfläche und in der Folge Straßenschäden einstellen könnten“, erklärt Remmert.

Grundsätzlich besteht der Asphaltaufbau einer Straße aus einer grobkörnigen Asphalttragschicht und einer üblicherweise vier Zentimeter dicken Deckschicht. Die Asphaltdeckschicht, die die Straßenoberfläche bildet, besteht aus sehr feinkörnigem Asphalt und führt nach dem Walzen zu der gewohnten „glatten“ Asphaltoberfläche.

Um langfristig eine hochwertige Asphaltoberfläche sicherstellen zu können, wurde zunächst auf den vergleichsweisen teuren Einbau der Asphaltdeckschicht verzichtet und ein befahrbares Provisorium eingebaut. Nach einer Wartezeit von einigen Monaten kann davon ausgegangen werden, dass keine weiteren Setzungen des Unterbaus mehr eintreten. Die Asphaltoberfläche wird danach im Bereich des Provisoriums abgefräst und durch eine hochwertige Asphaltoberfläche ersetzt.

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Die für die Unterhaltung der Landes- und Kreisstraßen zuständige niedersächsische Straßenbauverwaltung sowie der Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in den betroffenen Straßenabschnitten für diese Vorgehensweise entschieden, um eine dauerhaft hochwertige Straßenoberfläche erzielen zu können. (red)