Vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen in den Bereichen Immissions- und Brandschutz wird in Hessisch Oldendorf seit geraumer Zeit ├╝ber die Zukunft des Baxmann-Zentrums diskutiert. Um diese Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen, hatte die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr dem Architekturb├╝ro Vision 21! (Obernkirchen) den Auftrag erteilt, Vorschl├Ąge zur Sanierung, Umnutzung und Umgestaltung des Baxmann-Zentrum zu entwickeln. Im Zuge dieser Planungen wurde auch das Brandschutz-Sachverst├Ąndigenb├╝ro Schnese eingeschaltet, um das Geb├Ąude hinsichtlich der Brandschutzbestimmungen zu beurteilen. Die Ergebnisse dieser Begutachtung liegen nun vor.

Demnach besteht eine Vielzahl von M├Ąngeln, die teilweise noch aus der Entstehungsphase des Geb├Ąudes herr├╝hren und nicht nur den Veranstaltungsbereich, sondern auch die Wohnungen im Obergeschoss sowie in die vom Musikkorps genutzten ├ťbungsr├Ąumen im Untergeschoss betreffen. Damit ist f├╝r die Geb├Ąudenutzer eine Gef├Ąhrdung gegeben, die eine Fortf├╝hrung der Nutzung in der bisherigen Art und Weise nicht zulassen. Das Gutachten nennt jedoch Ma├čnahmen, die bei vollst├Ąndiger Umsetzung den Weiterbetrieb des Baxmann-Zentrums aus brandschutztechnischer Sicht erlauben. Zwar liegt noch keine abschlie├čende Kostenermittlung ├╝ber diese Ma├čnahmen vor, es ist aber nach ├╝berschl├Ągiger Sch├Ątzung von einem Gesamtkostenrahmen von deutlich ├╝ber 100.000 Euro auszugehen.

Da zurzeit weder eine klare Nutzungsperspektive f├╝r das Baxmann-Zentrum gegeben ist noch im Haushalt der Stadt Hessisch Oldendorf hierf├╝r ausreichende Mittel bereitstehen, schlie├čt sich derzeit eine kurzfristige und vollst├Ąndige Umsetzung der erforderlichen Ma├čnahmen aus.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Hessisch Oldendorf mit der Bauaufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont Gespr├Ąche gef├╝hrt, wie unter Ber├╝cksichtigung der aktuellen Nutzung des Baxmann-Zentrums sowie der bauordnungsrechtlichen Anforderungen weiter vorzugehen sei. Einvernehmen wurde dahingehend erzielt, dass die Wohnnutzung im Ober- und Dachgeschoss aufgrund der Vielzahl der brandschutzrelevanten M├Ąngeln kurzfristig aufzugeben ist.

Der ├ťbungsbetrieb des Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf im Untergeschoss kann aufrechterhalten werden, wenn hier einige zus├Ątzliche Brandschutzma├čnahmen zeitnah umgesetzt werden. Hierbei handelt es sich um den Einbau einer zus├Ątzlichen Fluchtt├╝r nebst Treppenaufgang im Au├čenbereich.

Trotz der festgestellten brandschutztechnischen M├Ąngel k├Ânnen die in 2019 geplanten Veranstaltungen wie etwa der Basar des KIGA F├Ârdervereins am 16. Februar oder die Jubil├Ąumsveranstaltung Musikkorps am 22. und 23. M├Ąrz genehmigt und durchgef├╝hrt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass einige zwingend erforderliche bauliche Brandschutzma├čnahmen realisiert werden, und eine zus├Ątzliche Brandwache mit einem wasserf├╝hrenden Feuerwehrfahrzeug nebst Feuerwehrbesatzung f├╝r jede Veranstaltung bereitsteht. Beim Landkreis ist dann f├╝r jede in 2019 geplante Veranstaltung ein Bauantrag nebst Brandschutzkonzept einzureichen.

Die Stadt Hessisch Oldendorf beabsichtigt, die Brandschutz-Ma├čnahmen, die f├╝r die Durchf├╝hrung der in 2019 geplanten und zugesagten Veranstaltungen erforderlich sind, kurzfristig umzusetzen.

Mit dem vom Architekturb├╝ro Vision 21! bearbeiteten Umnutzungskonzept werden sich die politischen Gremien im Fr├╝hjahr 2019 im Detail auseinandersetzen. Dann werden auch die politischen Beschl├╝sse zur Zukunft des Baxmann-Zentrum gefasst. (red)