Hess. Oldendorf. Im Rahmen eines LEADER-Projektes ist im Jahre 2004 fĂŒr den gesamten Verlauf der Oberweser geprĂŒft worden, welche Standorte sich fĂŒr die Anlage von fĂŒr das Wasserwandern erforderlichen Infrastruktureinrichtungen wie z. B. Schwimmstege, RastplĂ€tze, Ein- und Ausstiegshilfen etc. eignen. 

Dabei wurden Standorte ermittelt, die eine gewisse touristische Bedeutung und Wertschöpfungsmöglichkeiten fĂŒr Gastronomie und Beherbergung besaßen und zudem sonstige Voraussetzungen wie geeignete StrömungsverhĂ€ltnisse in der Weser, Erreichbarkeit, vorhandene Infrastruktur wie StellplĂ€tze, WC und FlĂ€chenverfĂŒgbarkeit o. Ă€. erfĂŒllt waren. Im Zuge dieses Projektes wurden im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf in Fuhlen am (ehemaligen) Hotel Weserterrassen und in Großenwieden am FĂ€hranleger Einrichtungen fĂŒr das Wasserwandern realisiert.

Nachdem zu Beginn sich der Betrieb des Schwimmsteges in Fuhlen als recht problemlos gezeigt hatte, ist es in den vergangenen Jahren im Nahbereich des Stegs zu massiven Auskolkungen gekommen, die die Standsicherheit der Fundamente des Steges gefĂ€hrdeten. Als Betreiber des Anlegers war die Stadt Hessisch Oldendorf verpflichtet, das Ufer wieder zu befestigen. Das Kostenvolumen fĂŒr diese Maßnahme betrug etwa 5.000,00 €. Da nicht auszuschließen ist, dass diese Auskolkungen erneut auftreten, ist der Steg derzeit demontiert und eingelagert.

Das alte FÀhrloch bietet komfortable Ein- und Ausstiegsmöglichkeit
Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht dessen, dass eine UnterstĂŒtzung des touristischen Anbieters (Hotel Weserterrassen) in Fuhlen nicht mehr gegeben ist, aber dennoch jedes Jahr erhebliche Kosten im vierstelligen Euro-Bereich fĂŒr die zu Saisonbeginn und –ende erforderliche Montage und Demontage des Anlegers anfallen, wurden seitens Politik und Verwaltung Überlegungen hinsichtlich einer alternativen Verwendung oder Platzierung des Steges angestellt.

„Wir haben verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, wo der Anleger einen besser geeigneten Standort finden kann, zumal mit der Befestigung des alten FĂ€hrlochs durch die Dorfgemeinschaft weiterhin eine recht komfortable Ein- und Ausstiegsmöglichkeit fĂŒr Wasserwanderer in Fuhlen bestehen bleibt. Dabei haben wir auch mit dem Vorstand des MBC Sonnensee e.V., der den Hafen in Rumbeck betreibt, gesprochen. Mit erfreulichem Ergebnis – der Verein  hat sich bereit erklĂ€rt, den Steg auf seinem GrundstĂŒck im Hafen montieren zu lassen, zu unterhalten und ihn auch fĂŒr eine öffentliche Nutzung bereitzustellen“, erklĂ€rt Hermann Faust, der im Rathaus der Stadt Hessisch Oldendorf fĂŒr die touristische Infrastruktur zustĂ€ndig ist.

Damit wĂ€re eine Kosteneinsparung fĂŒr die Stadt verbunden, denn der Steg lĂ€ge im Hafen Rumbeck nicht mehr im Strömungsbereich der Weser, und die bisher erforderliche regelmĂ€ĂŸige Montage und Demontage könnte entfallen. FĂŒr die Verlagerung des Stegs sprĂ€che auch eine nach Beobachtung des Vereins zunehmende Nachfrage von Wasserwanderern nach Anlegemöglichkeiten im Rumbecker Hafen. Und schließlich gibt es in Rumbeck ein gastronomisches Angebot, das auch fĂŒr Wasserwanderer nutzbar ist.

 

Die Ratsgremien haben jetzt diesem Vorgehen zugestimmt. Der Anleger soll nach Abschluss der gerade laufenden Sanierungsarbeiten am Rumbecker Hafen im kommenden Jahr an seinem neuen Standort montiert werden.