Betrügern gelang es am 13. und 23. September durch Vorspielen, dass sie Polizeibeamte seien und eine Einbrecherbande gefasst hätten, von zwei Senioren in Rinteln eine größere Menge Schmuck sowie Bargeld zu ergaunern.

Die Masche ist dabei immer die gleiche. Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus, erfinden eine Geschichte von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft und dass man das eigene Haus besonders schützen müsse. Wenn die Angerufenen skeptisch werden, werden sie durch die Anrufer auf hochprofessionelle Weise vertröstet und sie werden in der Regel über mehrere Stunden in der Leitung gehalten. Es werden Anweisungen gegeben, wie man mit dem Schmuck oder dem Bargeld zu verfahren habe. In Rinteln legte eine 60-jährige Frau ihren Schmuck in einem Beutel vor die Haustür und ein 73-jähriger Mann packte eine größere Bargeldsumme in einen Beutel in die Mülltonne. Wenn so wie in diesen beiden Fällen, die Anweisungen der Betrüger befolgt wurden, lassen diese den Schmuck und das Bargeld abholen.

Die Polizei warnt noch einmal eindringlich davor, auf diese Masche hereinzufallen. Die “echte Polizei” würde niemals verlangen, größere Bargeldsummen oder Schmuck ungesichert vor die Haustür zu legen, um dieses zu überprüfen.

Über die Menge des entwendeten Schmucks und des Bargelds in den genannten Fällen macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben. Viele weitere potentielle Opfer dieser Betrugsmasche wurden im gleichen Zeitraum von den Tätern angerufen und meldeten sich auf der Rintelner Dienststelle. Sie fielen jedoch auf die seit Jahren bekannte Masche nicht herein. Es wird darum gebeten, besonders ältere Menschen zu sensibilisieren und ihnen die Art und Weise der Tatbegehung zu erläutern. (red)