Unfall auf Hessisch Oldendorfer Parkplatz frei erfunden?

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Symbolbild. Foto: Pixabay

Die Polizei veröffentlichte am 12. September eine Fahnung nach einem flüchtigen Unfallverursacher. Danach sollte sich auf dem Parkplatz am Bahnhaltepunkt in Hessisch Oldendorf gegen 10 Uhr eine Unfallflucht ereignet haben (wir berichteten). Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass das angebliche Unfallopfer den Unfall, seine Bewusstlosigkeit und seine Verletzungen nur vorgetäuscht hat und ermittelt nun wegen Vortäuschens einer Straftat.

Der angeblich Verletzte war mit einem Rettungshubschrauber nach Hannover geflogen worden. Vor dem Abflug nach Hannover wurde der Mann, nach Angaben der Polizei, zwar befragt, doch der Fall blieb insgesamt rätselhaft, da eine intensive Befragung aufgrund des angenommenen Krankheitsbildes nicht möglich war.

Da die Angaben bruchstückhaft waren, nahmen die Beamten weitere Ermittlungen zum Unfall auf. Dabei seien zunehmend Zweifel an der Echtheit der Aussagen und der Identität des Mannes aufgekommen.

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Letztendlich wurde am Abend zur Klärung eine zweite Befragung des Mannes in der MHH durch die Polizei Hannover veranlasst. So konnte die wahre Identität des Mannes (31, aus Hildesheim) anhand eines in der Unterwäsche aufgefundenen Ausweises geklärt werden.

Zudem stellte sich auch heraus, dass schwere Wirbelsäulenverletzungen nur vorgetäuscht wurden. Der 31-Jährige kam den eingesetzten Beamten in der MHH zu Fuß entgegen.

Durch Eingabe der Echtpersonalien in den Polizeicomputer wurde zudem bekannt, dass der 31-Jährige nur einen Tag zuvor einen inhaltsgleichen Sachverhalt bei der Polizei in Hannover angezeigt hatte. Angeblicher Unfallort war in diesem Fall Sarstedt.

Die Ermittlungen dauern derzeit an. Aufgrund seiner psychischen Disposition wurde der 31-Jährige am Abend noch in ein anderes Krankenhaus gebracht, so die Polizei.

(red)