Das Gebäude der ehemaligen „Heißmangel“ soll aus der Marktstraße in Salzhemmendorf verschwinden. Im Rahmen einer Zwangsversteigerung hat der Flecken Salzhemmendorf das verfallene Haus erworben. Es soll in den nächsten Wochen abgerissen werden.

Der Flecken Salzhemmendorf beschäftigt sich seit längerem mit den infrastrukturellen Entwicklungen in den einzelnen Ortsteilen. „In diesem Zusammenhang werden auch leerstehende bzw. aktuell ungenutzte Immobilien einer näheren Betrachtung unterzogen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Fleckens. „Der Ausschuss für Bauwesen, Umweltschutz und Gemeindeentwicklung hat sich mit dieser Thematik beschäftigt und eine nicht abschließende Auflistung betroffener Immobilien erarbeitet. Es handelt sich zumeist um Gebäude, die sehr präsent sind und dadurch auch Auswirkungen auf die Nachbarschaft oder sogar den gesamten Ort haben.”

Zunächst sei versucht worden, Kontakt mit den Eigentümern aufzunehmen, um gemeinsam die Möglichkeiten einer Nachnutzung zu prüfen oder gegebenenfalls Kontakt zu Kaufinteressenten herzustellen. „Leider verlaufen Kontaktversuche sehr häufig ergebnislos, oftmals sind die Eigentümer nicht ausfindig zu machen“, heißt es in der Mitteilung.

Umso erfreulicher sei es, dass der Flecken Salzhemmendorf die Möglichkeit hatte, im Rahmen einer Zwangsversteigerung auf ein solches Gebäude Zugriff zu bekommen. Nach mehrfachem Eigentümerwechsel und diversen Wasserschäden sei das Gebäude der ehemaligen „Heißmangel“ in der Vergangenheit nach und nach verfallen. Nach Angaben des Fleckens ist eine Sanierungsmöglichkeit „unter wirtschaftlich zumutbaren Umständen bereits gutachterlich ausgeschlossen worden. Es ist daher beabsichtigt, die Immobilie in den nächsten Monaten abzureißen.“

Über die Nachnutzung oder Gestaltung der freiwerdenden Fläche sei noch zu beraten. Gerade im engen Ortskern von Salzhemmendorf würden sich jedoch verschiedene Ideen anbieten.
(red)