Knapp 30 Personen besuchten den auf Initiative des Schulelternrates der Grundschule Salzhemmendorf organisierten Informationsabend zum Thema Computerspiele.
Referent Stefan Hollemann, Eltern-Medien-Trainer, zeigte einige Spielausschnitte, damit die Anwesenden einen Eindruck von den Inhalten der Spiele bekommen konnten. Auch klĂ€rte er ĂŒber Faszinationen und Reize solcher Spiele auf.

Empfohlen wurde, sich die Spiele von den Kindern erklĂ€ren zu lassen und auch, was das Spiel den Kindern gibt. Gleichzeitig sollten Eltern den Kindern erklĂ€ren, warum manche Spiele nicht fĂŒr sie geeignet sind und sie ihnen das Spielen verbieten. Als ungeeignete Spiele werden solche eingeschĂ€tzt, die Suchtpotenzial haben, kostenpflichtig sind sowie Spiele, die eine „Scheinwelt“ suggerieren. Bei Fehlverhalten sollten Eltern logische Konsequenzen folgen lassen, die an das Verhalten angelehnt sind.

Auch sei eine zeitliche Begrenzung der tĂ€glichen Spielzeit je nach Alter (bis sieben Jahre 30 Minuten bis hin zu zwölf bis 13 Jahren circa 75 Minuten) sinnvoll. Die Nutzung eines eigenen Smartphones wird ab der fĂŒnften Klasse empfohlen.

Hollemann machte deutlich: „Kinder haben ein Recht darauf, sich zu langweilen“, denn insbesondere dann werden Kinder kreativ und eine „Körperlernzeit“ ist wichtig. Ebenfalls wichtig sei es, die Kinder stark zu machen, das heißt ihnen Liebe, Lob und Anerkennung zu geben. Je geringer das SelbstwertgefĂŒhl ist, desto grĂ¶ĂŸer sei die Gefahr, abhĂ€ngig zu werden. 

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Projekt „Digitale Welten – Was nutzt Ihr Kind?“, sodass weder fĂŒr die Teilnehmer noch fĂŒr die Organisatoren Kosten entstanden.

(red)