FĂŒr die Jugendfeuerwehr Bisperode war das erste Novemberwochenende in diesem Jahr ein ganz besonderes, denn nach drei Jahren fand endlich wieder ein der Berufsfeuerwehr Ă€hnliches Ausbildungswochenende statt.

Los ging es fĂŒr die 31 Jugendlichen am Samstagmorgen um 10 Uhr mit etwas Theorie und anschließender Praxis ĂŒber Brandklassen, die passenden Löschmittel und probierten sogar Feuerlöscher aus. Zur StĂ€rkung gab es um 12 Uhr Kartoffelsalat und Bockwurst, dann wartete der erste Einsatz. Die Jugendlichen wurden zu einer Personensuche im Wald gerufen. Dort mussten zwei Puppen gesucht und auf dem Spineboard und der Trage gerettet werden.

Nach einer Kaffeepause mit leckeren Keksen und Kuchen kam dann auch schon der zweite Einsatz. Dieses Mal wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe musste zu einem Verkehrsunfall, Verkehrssicherung durchfĂŒhren und die „Ölspur“ aus SpĂŒlmittel mit SĂ€gemehl abstreuen, die andere Gruppe rettete eine Kuscheltier-Katze mit der Steckleiter von einem Baum.

Da nach harter Arbeit auch wieder etwas gegessen werden musste, ging es nun in die KĂŒche der Grundschule Bisperode, wo alle Teilnehmenden in kleinen Gruppen ihre eigene Spaghetti Bolognese vorbereiteten. Eine Gruppe backte nebenbei Muffins fĂŒr den nĂ€chsten Tag. Anschließend aßen alle gemeinsam und ließen den Abend gemĂŒtlich ausklingen.


Gegen 23 Uhr wurden die Jugendlichen ins Bett geschickt. Lange wurde jedoch nicht geschlafen, denn um 1 Uhr wurden alle von einem Alarm geweckt.

Es brannte. Drei Paletten-Haufen standen an der Bunkeranlage in Harderode in Flammen. Diese mussten nun gelöscht werden. Mit Hilfe vieler Feuerwehrkameraden aus den Ortswehren Bisperode, Harderode, Bessingen und CoppenbrĂŒgge und deren Feuerwehrfahrzeugen bauten die Jugendlichen einen Löschangriff auf und durften unter anderem die WĂ€rmebildkamera ausprobieren.

Foto: ArtFoto – Jens Bremeier

Als das Feuer gelöscht und alles wieder in den Autos verlastet war, ging es zurĂŒck zum Feuerwehrhaus. Dort wartete der Ortsbrandmeister mit warmem Kakao und Stullen. HundemĂŒde fielen dann sowohl die Jugendlichen als auch alle Betreuer um 4 Uhr ins Bett, doch der Wecker klingelte schon um 8 Uhr zum FrĂŒhstĂŒck.

Nachdem sich alle nochmal gestÀrkt hatten, wurden die Betten aufgerÀumt und alles sauber gemacht, damit es nach Hameln zur Feuer- und Rettungswache gehen konnte. Dort wurde die Truppe von zwei Kameraden empfangen, die sie den ganzen Tag begleiteten. Den Jugendlichen wurden die Fahrzeuge der hauptamtlichen Wachbereitschaft und der Freiwilligen Feuerwehr aus Hameln gezeigt. Sie konnten sehen, wie die Leitstelle funktioniert und zum Schluss durften alle nochmal mit der Drehleiter 30 Meter in die Höhe. Zwischendurch gab es einen Currywursttopf mit Brötchen und zum Nachtisch die am Vorabend gebackenen Muffins.

Foto: ArtFoto – Jens Bremeier

Gegen 17 Uhr traf die Gruppe dann wieder in Bisperode bei der Feuerwehr ein. Nachdem die Fahrzeuge gesĂ€ubert wurden, konnten die mĂŒden Kinder von ihren Eltern abgeholt werden. (red)