Lauenstein wurde am vergangenen Freitag von FolksÀnger Gunnar Wiegand mit Live- Musik aus dem Corona- Schlaf geweckt. LOKALmusik e.V. und das Okal Café in Lauenstein begannen mit dieser Auftaktveranstaltung eine Serie von Sommer- Kleinkonzerten unter freiem Himmel.

Das Wetter war perfekt: Bei hochsommerlichen Temperaturen schien die Sonne wĂ€hrend des Konzertes auf den KĂŒnstler. Lichttechnik war also nicht erforderlich. Überhaupt war die BĂŒhne nur mit dem allernötigsten Equipment ausgestattet denn bei einem unerwarteten Wolkenbruch wĂ€re fĂŒr den Abbau nur wenig Zeit geblieben.
Die GĂ€ste nahmen unter Corona- Schutzbestimmungen auf der Terrasse des Okal CafĂ©s Platz und freuten sich auf einen Konzertabend in lockerer AtmosphĂ€re. Gunnar Wiegand ist Garant dafĂŒr. Der“ Durch und Durch Musiker“ spielt seit ĂŒber 40 Jahren sowohl solo als auch in unterschiedlichen Formationen, aktuell in der Gruppe „FolkStones“.
Mit Gitarre und seinem facettenreichen, herausragenden Gesang hat er sein Publikum wieder einmal sofort begeistert und mit seiner unverwechselbaren Moderation mitgenommen auf eine musikalische Wanderung durch sein Programm.

FolksÀnger Gunnart Wiegand
Foto: privat

 

Folksongs, Oldies und seine persönliche Leidenschaft: Shanties prĂ€sentierte er auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Schottisch oder Plattdeutsch. FĂŒr einige Lieder verfasste Gunnar Wiegand eigene deutsche Texte. Zum Einen nachdenkliche Lieder wie „Du bist mein Licht“ zum Anderen altbekannte StĂŒcke – Gunnar Wiegand sang durch alle Stimmungen und schaffte eine Spannung, die das Publikum nicht losließ.

Niemand dachte mehr an Corona – der FolksĂ€nger selber fĂŒhrte seine GĂ€ste dorthin: auf die Melodie von „Molly Malone“ schrieb er den deutschen Text “Klopapier“. „Ist ausverkauft hier. Nirgendwo gibt es Toilettenpapier“. Gesteigert von „Nackig seh‘ ich nicht mehr knackig aus“ platzte das Publikum vor Lachen bei „Wau Wau Scrumpy“, einer Geschichte ĂŒber eine English Cider- Kelterei und die Erlebnisse bei der Hundehaltung.

Zwei sehr junge „ZaungĂ€ste“ stoppten ihre Inlinerfahrt und hörten freudestrahlend der Musik zu. Vielleicht erinnern sie sich spĂ€ter im Leben noch daran, wie nach langer Zeit der musikalischen Stille, bedingt durch Corona, zum ersten Mal wieder tonaler Ohrenschmaus im Okal CafĂ© serviert wurde.

Danke FolksĂ€nger Gunnar Wiegand fĂŒr diesen wundervollen, musikalischen Sommerabend.