Hameln. Vier Jungs der KGS Salzhemmendorf interviewten in der vergangenen Woche Brandamtmann Eugen Steiger zu den VerĂ€nderungen in der Feuerwehr wĂ€hrend der Corona-Pandemie. Hintergrund ist das Projekt Jugend in Coronazeiten: Wir werden aktiv, welches aktuell an der Schule durchgefĂŒhrt wird.

Die vier Jungen der Klasse 7c statteten mit Ihrem Klassenlehrer Oliver Steffan der Feuerwache Hameln in der vergangenen Woche einen Besuch ab. Anhand eines selbstformulierten Fragenkataloges wollten Jonas Bruns, Mehdi Jafari, Leo Kehne und Hendrik Beißner herausfinden, wie sich das Leben der FeuerwehrmĂ€nner und -frauen im letzten Jahr verĂ€ndert hat.

Brandamtmann Eugen Steiger nahm sich Zeit fĂŒr die Fragen der Jugendlichen. Er berichtete, dass sich vor allem das Miteinander auf der Wache geĂ€ndert habe. Der gemeinschaftliche Sport, das gemeinsame Kochen und Essen blieben in der Coronazeit aus. Im Vergleich zu den EinsĂ€tzen vor der Pandemie Ă€nderte sich zudem, dass medizinische Masken in den Einsatzfahrzeugen und im Einsatz getragen werden mĂŒssen. “Der Hygiene werde eine noch grĂ¶ĂŸere Rolle beigemessen um Ansteckungen innerhalb der Belegschaft, aber auch wĂ€hrend der EinsĂ€tze zu vermeiden und einsatzbereit zu bleiben”, so Steiger.

Zwei Kollegen erkrankten im privaten Umfeld an Corona, aber aufgrund der Maßnahmen vor Ort und der guten Abstimmung mit der BetriebsĂ€rztin, mussten keine weiteren QuarantĂ€nen angeordnet werden und es kam nicht zu weiteren Ansteckungen.

Neben dem normalen Alltag ergĂ€nzte sich die Aufgabe der Feuerwehr auch um den Betrieb des Schnelltestzentrums am Weserberglandzentrum. Dort wurden bis zu 500 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger pro Tag getestet. Sehr groß ist bei allen Mitarbeitenden nun aber der Wunsch nach einer RĂŒckkehr in die NormalitĂ€t und zu einem stĂ€rkeren gemeinschaftlichen Miteinander.

Jonas, Leo und Hendrik sind selbst in der Jugendfeuerwehr aktiv und können sich vorstellen, auch als Erwachsene weiterhin in der Feuerwehr aktiv zu sein. Es gibt laut Steiger auch immer noch viele Bewerber, da bei Jungen und MĂ€dchen das sie an der Feuerwehr nach wie vor groß ist. Leider konnten viele Übungen, vor allem in der Jugendfeuerwehr, aufgrund der KontaktbeschrĂ€nkungen nicht stattfinden. Inzwischen hole man aber vieles nach. 

Das Interview wurde durch einen Einsatz unterbrochen, zu dem Brandamtmann Steiger gerufen wurde. Arbeit geht natĂŒrlich vor!

Die Zeit nutzt Herr Steffan von “Jugend in Coronazeiten: Wir werden aktiv”
Ziel des Projektes, an dem die DAK, die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont und die KGS Salzhemmendorf beteiligt sind, ist es, nach einer langen Zeit im Homeschooling und unter starken sozialen EinschrÀnkungen, die Bewegung, gesellschaftliche Teilhabe und das soziale Miteinander der Jugendlichen zu stÀrken. Es seien bereits viele Videos entstanden.

So wurden Filme gedreht, wie man auf nur 3m2 Sport machen kann oder welche aktiven Fortbewegungsmittel fĂŒr lĂ€ngere Strecken genutzt werden können, um von A nach B zu c kommen. Ein Teil der Klasse hat zum Beispiel Briefe an Bewohnerinnen und Bewohner in einem Altenpflegeheim verfasst. Eine besonderes Herzensprojekt. In Planung befindet sich dagegen noch ein ganz besonderes Projekt:
“Wuhan, wie alles begann. Ein Film ĂŒber die UrsprĂŒnge der Pandemie.”

Sowohl Herr Steffan, als auch die Jungen berichten, dass das Projekt eine tolle Abwechslung im Alltag darstellt und damit der Wiedereinstieg in das soziale Miteinander nach langen KontaktbeschrÀnkungen schön gestaltet werden kann.

Noch bis zum 30.06.2021 haben die Klassen der KGS Salzhemmendorf Zeit, ihre Projekte, die sich an einem Aktionspass orientieren, einzureichen. Die Ergebnisse werden von den Projektinitiatoren der DAK, der Gesundheitsregion und der KGS im Anschluss gesichtet und bewertet.

Am 21.07.2021 wird dann am letzten Schultag eine Preisverleihung stattfinden, an der auch ein Vertreter der Sparkasse teilnehmen und den Sieger kĂŒren wird.