Die Kreisabfallwirtschaft Hameln-Pyrmont (KAW) wurde zum Sicherheitspartner des Bundesministeriums fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ernannt. Am Mittwoch, 17. Juli, nahm Betriebsleiterin Sabine Thimm fĂŒr die KAW im Rahmen der „Aktion Abbiegeassistent“ des BMVI die Ernennungsurkunde zum Sicherheitspartner von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin entgegen.

Als Sicherheitspartner des BMVI verpflichten sich die teilnehmenden Unternehmen freiwillig, ihren Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachzurĂŒsten und ausschließlich Neufahrzeuge mit Abbiegeassistenten anzuschaffen. Wie der Landkreis mitteilt, wird die EU nach derzeitigem Stand erst ab 2024 einen verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenten vorschreiben.

Der „tote Winkel“ gefĂ€hrdet beim Abbiegevorgang vor allem schwĂ€chere Verkehrsteilnehmer wie FußgĂ€nger und Radfahrer. Weil Assistenzsysteme UnfĂ€lle reduzieren und somit Leben retten können, rĂŒstet die KAW ihre Lkw-Flotte mit dem sogenannten „Assi“ aus. „Die KAW hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der NachrĂŒstung von Abbiegeassistenzsystemen befasst. Das System sollte dabei den technischen Anforderungen an Abbiegeassistenzsysteme fĂŒr die Aus- und NachrĂŒstung des BMVI entsprechen und auch ĂŒber eine Allgemeine Betriebserlaubnis des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) verfĂŒgen”, erklĂ€rt Betriebsleiterin Thimm, “Und fĂŒr die freiwillige Aus- und NachrĂŒstung haben wir eine Förderung im Rahmen des Förderprogramms beim Bundesamt fĂŒr GĂŒterverkehr beantragt und mit der Zuwendung fĂŒr zehn Fahrzeuge den höchstmöglichen Fördersatz fĂŒr einen Antragsteller erhalten.“ Pro Fahrzeug erhĂ€lt die KAW 1.500 Euro, also insgesamt 15.000 Euro an Zuwendungen aus dem Förderprogramm.

Im Rahmen eines Praxistests wurde ein erstes MĂŒllsammelfahrzeug der KAW im letzten Monat mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgerĂŒstet. „Nach einigen Modifikationen ist dieses Assistenzsystem nun fĂŒr den Einsatz in Entsorgungsfahrzeugen praxisgerecht und informiert den Fahrer mit optischen und akustischen Warnhinweisen ĂŒber Gefahren ‘im toten Winkel’ der rechten Fahrzeugseite“, betont Thimm.

Die optischen und akustischen Signale sollen den Fahrer dabei unterstĂŒtzen, Gefahren zu erkennen und UnfĂ€lle zu verhindern. Trotzdem sind aber immer noch alle Partner im Verkehrsraum gehalten, mit Umsicht und RĂŒcksicht zu agieren.

Die KAW werde nach und nach alle Lkw mit einem Abbiegeassistenten ausrĂŒsten. „Der ‘Assi’ soll helfen, UnfĂ€lle möglichst zu vermeiden. Dadurch können UnfĂ€lle zwar nicht grundsĂ€tzlich ausgeschlossen werden, aber es macht die MĂŒllabfuhr ein bedeutsames StĂŒck sicherer“, so Thimm abschließend.

(red)