Die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland sank im Februar um 348 auf 11.863 (-2,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Minus von 1.199 arbeitslos gemeldeten Personen (-9,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 6,1 Prozent, 0,7 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

In beiden Rechtskreisen ist ein RĂŒckgang an Arbeitslosen zu beobachten: In der Arbeitslosenversicherung sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen gegenĂŒber Januar um 76 auf 4.329 Personen (-1,7 Prozent). Bei den Jobcentern waren es mit 7.534 Arbeitslosen gegenĂŒber Vormonat 272 MĂ€nner und Frauen weniger (-3,5 Prozent).

„Die Belebung auf dem Arbeitsmarkt im Weserbergland und die erste n FrĂŒhlingsboten sind schon jetzt erkennbar. Die positive Entwicklung ist ungebrochen. Mit 871 Arbeitsaufnahmen liegen wir im Februar auf einem Ă€hnlich hohen Niveau wie im Vorjahr“, erklĂ€rt Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Agentur fĂŒr Arbeit Hameln. Lediglich bei den jĂŒngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren sei die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen. Durchstecher sieht darin aber keinen Grund zur Besorgnis: „Hierbei handelt es sich um die jungen Menschen, die ihre 3,5-jĂ€hrige Ausbildung abgeschlossen haben. Es wird nicht jeder direkt vom Betrieb ĂŒbernommen oder die Person strebt beispielsweise einen weiteren Schulbesuch oder das Studium an. FĂŒr die meisten ist es daher nur eine kurze Übergangsarbeitslosigkeit bis zum nĂ€chsten beruflichen Schritt.“

AuslÀnder/Flucht

Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Februar 2.815 AuslĂ€nder arbeitslos gemeldet (-449 zum Vorjahr). Zu der Gruppe der AuslĂ€nder gehören sowohl Personen, die schon lĂ€nger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene, geflĂŒchtete Menschen. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im Februar auf 1.155 Personen (-55 zum Vormonat).

ArbeitskrÀftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen ArbeitskrĂ€ften hat im Februar erwartungsgemĂ€ĂŸ enorm zugenommen: 1.006 neue Arbeitsstellen wurden gemeldet, 335 mehr als im Vormonat (+49,9 Prozent) und 33 weniger als im Vorjahr. Auch der Bestand an offenen Stellen stieg hierdurch zum Vormonat um 134 auf 3.122 Stellen an (+4,5 Prozent). Vor einem Jahr lag der Bestand auf Ă€hnlich hohem Niveau (-2,3 Prozent).

UnterbeschÀftigung

ErgĂ€nzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur fĂŒr Arbeit Angaben zur UnterbeschĂ€ftigung. Hiermit werden neben den Arbeitslosen auch Personen dargestellt, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind. Die UnterbeschĂ€ftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorlĂ€ufigen Angaben im Februar 16.611 Personen, das waren 73 mehr als im Vormonat, jedoch 745 weniger als im vergangenen Jahr (-4,3%). Der leichte Anstieg zum Vormonat ist mit einer steigenden Zahl an Weiterbildungsteilnehmern zu begrĂŒnden. Die UnterbeschĂ€ftigungsquote betrug 8,4 Prozent; im Februar des vergangenen Jahres hatte sie bei 8,9 Prozent gelegen.

Entwicklung in den Landkreisen

In den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg zeigte sich insgesamt im Februar ein sehr Àhnliches Bild. Die Arbeitslosigkeit ist zum Vormonat gesunken (HM-PY
-1,4% / SHG -4,5% / HOL -2,5%), im Vergleich zum Vorjahr sogar deutlich: HM-PY -9,1% / SHG -10,7% / HOL -6,2%. Im saisonsensibleren Rechtskreis SGB III meldeten die Arbeitsagenturen weniger Arbeitslose als im Januar (HM-PY -2,1% / SHG -1,2% / HOL -1,9%). Auch im Bereich der Grundsicherung ist bei den Jobcentern in allen Landkreisen ein RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat zu verzeichnen (HM-PY -1,0% / SHG -6,2% / HOL -2,8%).

(red)