Brand in Seniorenheim – Schnelleinsatzgruppen vom DRK Weserbergland im Einsatz

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Lagebesprechung vor der Abfahrt
Lagebesprechung der DRK-Einsatzkräfte vor der Abfahrt. Fotos: DRK Bereitschaft Bad Münder

In der Seniorenwohnanlage in Hardegsen (Landkreis Northeim), In der Paschenburg, kam es am Samstag, 4. August, zu einem Brandausbruch. Ein Bewohner kam bei dem Feuer ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt.

Gegen 21.35 Uhr wurde die Feuerwehrleitstelle durch die Auslösung der Brandmeldeanlage über den Ausbruch eines Feuers in der Seniorenwohnanlage alarmiert. Trotz des schnellen Eintreffens der Feuerwehr konnte die Ausbreitung des Brandes bis zum Vollbrand im Südflügel des Gebäudes nicht verhindert werden. Die Bewohner des betroffenen Bereiches wurden evakuiert und vorerst in der Turnhalle der ortsansässigen Schule untergebracht.

Bei dem Brand wurden insgesamt drei Heimbewohner im Alter von 82, 83 und 90 Jahren, ein 38-jähriger Ersthelfer sowie eine 72-jährige Besucherin verletzt. Ein Heimbewohner konnte jedoch nicht aus dem Gebäude gerettet werden und starb.

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Gegen 0.40 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Für die Zeit der Rettungs-, Bergungs- und Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Die Schadenshöhe und die Ursache des Brandes sind noch unklar. Insgesamt waren die Feuerwehren Hardegsen, Moringen und die Kreisfeuerwehrbereitschaft im Einsatz.

Auch die Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden in dieser Nacht um 2.07 Uhr alarmiert. Angefordert wurde im Rahmen der „überregionalen Hilfe im Massenanfall von Verletzten und/oder Erkrankten (Ü-ManV)“ ein Patiententransportzug (PTZ) zum Transport von liegenden Patienten/Betroffenen. 35 Einsatzkräfte und 16 Einsatzfahrzeuge (ein Kommandowagen, ein Einsatzleitwagen, sieben Rettungswagen und sieben Krankenwagen) wurden in Marienau an der B1 gesammelt, um unter einheitlicher Führung des Einsatzführungsdienstes des DRK Kreisverbandes Weserbergland die Einsatzstelle anzufahren.

Nach einer Anfahrt von etwa 90 Kilometern mit Blaulicht und Martinshorn unterstützte das DRK die örtlichen Einsatzkräfte bei der Verlegung der etwa 125 Bewohner des Heimes aus ihrer Notunterkunft in andere Alten- und Pflegeheime.

Rettungswagen des Patiententransportzuges

Gegen 9.30 Uhr erreichten alle 35 Einsatzkräfte wieder ihre Unterkünfte im Landkreis Hameln-Pyrmont. Matthias Wenzel war als Verbandsführer und Einsatzführungsdienst in Nacht als Führer des Patiententransportzuges verantwortlich für die DRK-Einsatzkräfte aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont. Mit dem ihrem Einsatz und dem ehrenamtlichen Engagement auch zu ungünstigen Zeiten sei er sehr zufrieden.

(red)