Burnout: Landrat Bartels bittet Innenministerium um Beendigung seines Dienstes

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Tjark Bartels
Landrat Tjark Bartels. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Bereits seit mehreren Monaten ist Landrat Tjark Bartels erkrankt. Aus dem Kreishaus heißt es, dass, wie sich jetzt abzeichne, mit einer Genesung in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sei. Aus diesem Grund habe der Landrat das Niedersächsische Innenministerium um Einleitung des Verfahrens zur Beendigung des Dienstes aus gesundheitlichen Gründen gebeten.

„Am 10. Oktober 2013 trat Tjark Bartels seinen Dienst als Landrat an, um sich für die Menschen hier im Landkreis einzusetzen. Die Stärkung des ländlichen Raums und die Verbesserung der Infrastruktur lagen ihm dabei ebenso am Herzen wie die Förderung des Miteinanders und des Verständnisses füreinander“, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.

Wie es zum Leben eines Politikers gehöre, habe es auch für sein Tun und Handeln oft nicht nur Befürworter, sondern auch Gegner gegeben. „Das habe ich stets ausgehalten“, so Bartels selbst. Oft hätten ihn die Gegenstimmen sogar zusätzlich motiviert, für die Sache zu kämpfen.

Doch jetzt befindet sich Bartels bereits seit mehreren Monaten im Krankenstand. Diagnostiziert wurde bei ihm ein schweres Burnout Syndrom. Wie er selbst jetzt in einer Videobotschaft erklärt, gehen die Ärzte davon aus, dass eine Genesung nicht gelingen kann, wenn er in sein jetziges Amt als Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont zurückkehrt. Seine persönliche Stellungnahme ist auf Youtube zu sehen.

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Auf ärztliches Anraten habe Bartels daher nun die für den Landkreis zuständige Kommunalaufsichtsbehörde, das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport, gebeten, das Verfahren zur Versetzung in den Ruhestand aufgrund einer Dienstunfähigkeit einzuleiten.

Mit einer Entscheidung des Ministeriums wird voraussichtlich noch im Oktober oder Anfang November gerechnet.

In der Zwischenzeit und bis zu einer möglichen Neuwahl einer Landrätin/eines Landrates wird die Kreisverwaltung durch den Ersten Kreisrat Carsten Vetter und Kreisrätin Sabine Meißner geleitet. Repräsentative Termine werden durch die stellvertretende Landrätin Ruth Leunig sowie die stellvertretenden Landräte Torsten Schulte und Friedel-Curt Redeker wahrgenommen. (red)