Was tun, wenn keiner mehr spielen darf?

yasemin-milutinovic-©adam-creutzfeldt
Yasemin Milutinovic, staatlich anerkannte Logopädin. Foto: Adam Creutzfeldt

Weserbergland. Wegen der zügigen Ausbreitung des Coronavirus sollen Menschen ihre sozialen Kontakte reduzieren. Das kann insbesondere für Kinder sehr schwierig sein, denn Spielplätze sind gesperrt und auch Spielgruppen oder Treffen mit Freunden können nicht mehr so einfach stattfinden. Gerade wenn es zur häuslichen Quaranäne kommt, wird es schnell langweilig.

Wir haben die staatlich anerkannte Logopädin Yasemin Milutinovic von der Praxis Dialog in Hameln gefragt, was Eltern tun können, damit ihre Kinder auch in Isolation gut unterhalten sind. Sie hatte zahlreiche Ideen parat:

corona1
Malen vertreibt die Langeweile. Foto: privat

1. Malen und basteln – beispielsweise auch nach Thema
2. Verstecken
3. Verkleiden – Verkleidebox (alte Klamotten kreativ umsetzen) oder eine kleine häusliche Motto-Party
4. Regelspiele, beispielsweise Activity (je nach Alter vereinfacht)
5. Puppentheater
6. Buden bauen (in der Wohnung oder im Garten)
7. Bücher vorlesen
8. Postkarten schreiben
9. Geschichten erfinden und dazu Bilder malen. Für Ältere: gemeinsamer oder selbstentwickelter Comic
10. Wer bin ich? – für Ältere
11. Videochat mit Freunden
12. Selber Popcorn machen und einen schönen Film zusammen schauen
13. Am Haushalt beteiligen, Aufgaben geben und dabei begleiten – Simple Dinge wie zusammen kochen oder putzen

14. Aktivitäten im Garten: ein kleines Insektenlabor erstellen, eine Schatzsuche (Dinge verstecken, die die Kinder dann finden sollen), einfach grillen und mit Kindern zusammen leben
15. Sehr wichtig: auch mal Langeweile zulassen und frei spielen lassen – So kommen die Kinder selbst auf die tollsten Ideen.

(red)